Teenie erpresst die Polizei: Geld oder kiloweise Gras

Backnang - Der Erpressungsversuch eines Teenagers (19) ist mächtig nach hinten losgegangen.

Geld oder Gras forderte der junge Mann. Er bekam beides nicht, dafür jetzt aber Ärger. (Symbolbild)
Geld oder Gras forderte der junge Mann. Er bekam beides nicht, dafür jetzt aber Ärger. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Als Opfer hatte er sich ausgerechnet die Polizei ausgesucht, wie diese berichtet. 

Demnach waren Ende Juli beim Polizeipräsidium Aalen E-Mails eingegangen, in denen ein Unbekannter zunächst wenige hundert Euro, später dann einen fünfstelligen Betrag oder aber mindestens 10 Kilogramm Gras einforderte. 

"Andernfalls, so drohte der Verfasser der Emails, würde etwas Schlimmes passieren", schreiben die Beamten. Seine Forderungen sollten bis 20 Uhr an jenem Tag erfüllt werden. 

Die Beamten hatten einen ersten vagen Verdacht, um wen es sich bei dem Absender handeln könnte. Der unbekannte Erpresser hatte seine digitalen Spuren zwar gut verwischt, jedoch nicht gut genug. 

Die Cybercrime-Spezialisten der Kripo konnten aufgrund der digitalen Spuren den Verdacht gegen den bereits ins Visier geratenen 19-Jährigen erhärten.

Verräterische Handy-Nachricht bei Teenager entdeckt

Mit richterlichem Beschluss durchsuchten die Beamten daraufhin die Wohnräume und einen Firmensitz des Tatverdächtigen. Während diese Maßnahme bereits lief, kehrte der junge Mann zusammen mit seiner Mutter zum Wohnort zurück.

Auf dem vom Tatverdächtigen mitgeführten Handy konnten die Kripo-Beamten noch während der Durchsuchung eine Nachricht entdecken, die sich eindeutig dem Erpressungsversuch zuordnen ließ.

Der 19-Jährige wurde, in Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft, nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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