Schuss bei Polizeikontrolle: Vermisster Mann besaß die Waffe illegal

Bad Brückenau - Die Pistole eines gesuchten Mannes, aus der sich bei einer Polizeikontrolle in Unterfranken vor mehr als einer Woche ein Schuss löste, besaß der Verdächtige illegal. 

Zwei Ermittler untersuchen den Wagen des 66-Jährigen, der einen Tag vor dem Zwischenfall als vermisst gemeldet wurde.
Zwei Ermittler untersuchen den Wagen des 66-Jährigen, der einen Tag vor dem Zwischenfall als vermisst gemeldet wurde.  © News5/Merzbach

Das sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Axel Weihprecht am Freitag in Schweinfurt. Woher die Waffe stammen könnte, wollte der Ermittler nicht verraten.

Am Abend des 28. Mai hatte der gesuchte 66-Jährige nach Polizeiangaben bei der Kontrolle in Bad Brückenau (Landkreis Bad Kissingen) die Pistole gezogen und auf einen Polizisten gerichtet (TAG24 berichtete). 

Der Beamte habe schnell reagiert und den Mann überwältigt. Bei der Entwaffnung löste sich dann aber ein Schuss. Verletzt wurde niemand.

Wieso sich der 66-Jährige gegen die Kontrolle wehrte, ist Weihprecht zufolge unklar. Zum Motiv habe sich der Mann bisher nicht geäußert.

Der Verdächtige sitzt wegen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Bedrohung und Vergehen nach dem Waffengesetz in Untersuchungshaft.

Am Tag vor der Kontrolle hatte die 71 Jahre alte Ehefrau ihren Mann als vermisst gemeldet.

Tags darauf entdeckte ein Zeuge den Wagen des 66-Jährigen im Stadtgebiet von Bad Brückenau und alarmierte die Polizei. 

Bei der Kontrolle habe dieser dann unvermittelt die Waffe gezogen.

Titelfoto: News5/Merzbach

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0