Bedeutender Fang! Zoll deckt großen Fahrrad-Schmuggel auf

Döbeln/Dresden - Zöllner aus Leipzig hinderten am Dienstag eine mutmaßliche Hehler-Bande an ihren Schmuggel-Plänen.

37 Fahrräder, die zerlegt in schwarze Folie eingepackt wurden, sollten außer Landes geschafft werden.
37 Fahrräder, die zerlegt in schwarze Folie eingepackt wurden, sollten außer Landes geschafft werden.  © Hauptzollamt Dresden

Wie das Hauptzollamt Dresden am heutigen Donnerstagmittag mitteilte, wurden die Zöllner am Dienstag auf einen blauen Transporter aufmerksam, der in Rumänien zugelassen war und auf der A14 in Richtung Dresden fuhr.

Auf dem Autohof Döbeln-Nord stoppten die Beamten das Fahrzeug und unterzogen es einer umfangreichen Kontrolle.

Dabei fanden die Leipziger Zöllner 37 Fahrräder verschiedener Marken und in verschiedenen Zuständen. 

"Manche von ihnen waren dem Augenschein nach noch fast neuwertig", erklärte Zoll-Sprecherin Heike Wilsdorf in einer Mitteilung. Einige der Räder seien zur Fahndung ausgeschrieben gewesen.

Damit die Hehlerei nicht so schnell auffliegt, zerlegten mutmaßlich die drei Rumänen, die in dem Transporter unterwegs waren, die Fahrräder in ihre Einzelteile und packten sie in schwarze Folie ein. 

Doch der Plan ging letztlich schief.

Fahrer wusste nichts über Ladung, Ziel war wohl Rumänien

Die gestohlenen Räder und drei Insassen des Transporters wurden an die Landespolizei übergeben.
Die gestohlenen Räder und drei Insassen des Transporters wurden an die Landespolizei übergeben.  © Hauptzollamt Dresden

Der Fahrer des Transporters, ein 24-jähriger Rumäne, gab an, dass das Fahrzeug in Halle/Saale beladen wurde und er nur der Transporteur sei. Er wusste scheinbar nicht, was sich auf der Ladefläche befand. Auch die beiden weiteren Insassen konnten den Ermittlern gegenüber keine Angaben machen. Als Zielort sollten sie Rumänien ansteuern.

Der Zoll rief die Leipziger Polizei zu Hilfe und übergab die Tatverdächtigen samt deren Beute an die Landespolizei.

Görlitzer Polizei sucht Besitzer eines blauen Kinder-Rades

Dieses Fahrrad wartet bei der Polizei auf seinen Besitzer.
Dieses Fahrrad wartet bei der Polizei auf seinen Besitzer.  © Polizeidirektion Görlitz

Wie die Polizeidirektion Görlitz am heutigen Donnerstag mitteilte, tauchte am 30. Oktober bereits ein hellblaues Kinderfahrrad auf.

Es stand plötzlich im Stadtgebiet von Niesky. Es handele sich um ein Rad der Marke Stoke.

"Bisher konnte die Polizei keinen Eigentümer des Rades in Erfahrung bringen", teilten die Beamten mit.

Der Besitzer wird gebeten, sich telefonisch (03588/2650) auf dem Nieskyer Polizeirevier zu melden.

Weiterer Fahrraddieb wurde bis zur Grenze verfolgt

In einem anderen Fall vom gestrigen Mittwochvormittag waren Polizisten machtlos. Ein Unbekannter versuchte, an einer Schule in Ebersbach (Landkreis Görlitz) ein Fahrrad zu klauen.

Der Täter wurde von einem Schüler erwischt und floh deshalb ohne Beute. Anschließend verfolgten zwei Mitarbeiter der Schule den Fahrraddieb. Als der Mann seine Verfolger bemerkte, rannte er plötzlich los und stieg in einen Transporter mit tschechischer Zulassung.

"Offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit flüchtete das Fahrzeug ins Nachbarland", teilte die Polizeidirektion Görlitz am heutigen Donnerstag mit. Doch ganz ohne Spur blieben die Ermittler nicht.

Die Verfolger fotografierten das Fahrzeug samt Kennzeichen und "unterstützten damit maßgeblich die weiteren Ermittlungen". Der Revierkriminaldienst geht der Angelegenheit nun nach.

Titelfoto: Hauptzollamt Dresden

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