Bei Rot über Ampel, ohne Licht unterwegs: So viel müssen Radfahrer bei Verstößen zahlen

Dresden - Noch bis zum 16. Mai läuft die Kontroll-Aktion "Respekt durch Rücksicht" der Dresdner Polizei. Ziel ist es, die Sicherheit des Radverkehrs zu verbessern.

Schaltet die Ampel auf Rot, müssen auch Radfahrer anhalten.
Schaltet die Ampel auf Rot, müssen auch Radfahrer anhalten.  © 123rf/Valeriy Zvyagin

Im Zuge dessen will die Polizeidirektion Dresden über häufige Versäumnisse von Radfahrern aufklären.

Bei Rot über die Ampel fahren ist auch für Radler kein Kavaliersdelikt und kann ziemlich teuer werden, wenn ein Polizist in der Nähe ist:

  • Zeigt die Ampel weniger als eine Sekunde Rot (einfacher Rotlichtverstoß), kostet die Querung 60 Euro und einen Punkt in der Verkehrssünderkartei. Wurde dabei noch jemand gefährdet, sind 100 Euro und ebenfalls ein Punkt fällig. Kommt es zu einem Unfall oder einer Sachbeschädigung, kostet der Verstoß 120 Euro und einen Punkt.
  • Ist die Ampel bereits länger als eine Sekunde Rot (qualifizierter Rotlichtverstoß), kostet das Überfahren 100 Euro und einen Punkt. Kommt eine Gefährdung hinzu steigt der Preis auf 160 Euro plus einen Punkt. Im Falle eines Unfalls oder einer Sachbeschädigung werden sogar 180 Euro und ein Punkt fällig.

Immer wieder sieht man Radfahrer, die Kopfhörer über oder in den Ohren tragen, während sie auf ihrem Gefährt unterwegs sind. Dass das richtig gefährlich sein kann, ist wohl den wenigsten bewusst.

Doch das kann richtig gefährlich werden! Verkehrsgeräusche, die manchmal vor möglichen Gefahren warnen, wie beispielsweise quietschende Reifen oder das dröhnende Martinshorn eines Einsatzwagens, werden nicht wahrgenommen. Die Polizei verfolgt deshalb auch derartige Verstöße.

Radfahren mit Kopfhörern ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch teuer werden

Mit Kopfhörern im Ohr im Straßenverkehr unterwegs zu sein, kann gefährlich werden.
Mit Kopfhörern im Ohr im Straßenverkehr unterwegs zu sein, kann gefährlich werden.  © 123rf/svetlana15

Wird der Radler mit Ohrstöpseln erwischt, wird ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro fällig.

Kommt es zu einem Unfall, sind die Konsequenzen jedoch schwerwiegender: Unfallopfer verlieren ihren Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld.

Hat man die Kollision selbst verursacht, kann die Haftpflichtversicherung eine Kostenübernahme verweigern.

Das Fahren im Dunkeln ohne ausreichende Beleuchtung wird ebenfalls geahndet: Wird man von der Polizei erwischt, kostet der Verstoß 20 Euro.

Kommt es durch die fehlende oder nicht eingeschaltete Beleuchtung zu einem Sachschaden oder einem Unfall wird es mit 35 Euro sogar noch teurer.

Titelfoto: 123rf/Valeriy Zvyagin

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