Betreiber von Cannabis-Shops in Unterfranken angeklagt

Würzburg/Schweinfurt - Nach mehreren Razzien in Hanfläden in Unterfranken hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Ladenbetreiber erhoben.

Die Betreiber verkauften Nutzblütentees (Symbolfoto).
Die Betreiber verkauften Nutzblütentees (Symbolfoto).  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Insgesamt wurden fünf Männer angeklagt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten. Die Betreiber hatten demnach für den Verkauf von sogenannten Nutzblütentees keine Erlaubnis nach dem Betäubungsmittelgesetz. 

Die Tees, in denen sich unverarbeitete Teile der Cannabispflanze befanden, waren online und in den Läden verkauft worden.

Zudem hätten die Nutzblütentees zu hohe Wirkstoffgehalte der psychoaktiven Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) aufgewiesen.

Bei den beschlagnahmten Produkten der unterfränkischen Läden seien Wirkstoffgehalte von bis zu 0,3 Prozent THC nachgewiesen worden. 

Der Verkauf sei nur ausnahmsweise nicht strafbar, etwa wenn er ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken diene und der THC-Gehalt zugleich nicht über 0,2 Prozent liege.

Die Razzien gegen die drei sogenannten CBD-Shops in Würzburg und Schweinfurt hatten im November 2019 für Aufsehen gesorgt.

Damals waren neben den Läden auch die Wohnungen der Betreiber durchsucht und zahlreiche Produkte sichergestellt worden.

Der Tatvorwurf laute zum Beispiel vorsätzliches gewerbsmäßiges unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln oder unerlaubte Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige, hieß es jetzt. 

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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