Polizei warnt: Corona-Masche bringt vor allem Senioren um ihr Erspartes

Augsburg - Corona als Druckmittel? Mit einer neuen Betrugsmasche versuchen kriminelle Banden, vor allem älteren Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Bevorzugt werden ältere Menschen um ihr Erspartes gebracht. (Symbolbild)
Bevorzugt werden ältere Menschen um ihr Erspartes gebracht. (Symbolbild)  © 123RF/kasto

Aktuell sind sie auf einen besonders hinterhältigen Zug aufgesprungen, mit dem sie es auf die Senioren abgesehen haben.

Mit verschiedenen - natürlich völlig frei erfundenen - Angst-Szenarien wollen sie ihre Opfer dazu bringen, ihr Erspartes herzugeben.

Das kann einerseits eine Lüge über das eigene Wohlergehen, als auch das, eines geliebten Menschen sein, wie die Polizei in einem Infoblatt mitteilt.

Beispielsweise mit der Behauptung, dass die Impfung mit der Entrichtung einer Gebühr oder einer Kaution verbunden sei, die vorab gezahlt werden muss. Oder, dass das Geld am Konto (beziehungsweise in Schließfächern) aufgrund der Corona-Pandemie abgehoben und woanders verwahrt werden muss. Eine andere bereits bekannte Masche lehnt an die Betrügereien mit den berüchtigten falschen Polizisten an.

Ein angeblicher Beamter informiere dabei über eine drohende Anzeige im Zusammenhang mit Corona. Diese könne jedoch durch einen größeren Geldbetrag abgewendet werden. Oder man setzt auf die Sorge um geliebte Mitmenschen.

Ein naher Angehöriger oder Freund kann nicht geimpft werden, weil er das Geld für die Impfung nicht zahlen könne, heißt es dann.

Opfer werden psychisch unter Druck gesetzt

In den meisten Fällen findet die erste Kontaktaufnahme der Betrüger telefonisch statt. (Symbolbild)
In den meisten Fällen findet die erste Kontaktaufnahme der Betrüger telefonisch statt. (Symbolbild)  © 123rf/gajus

Dies sind jedoch nur Beispiele, der kriminellen Kreativität scheinen keine Grenzen gesetzt.

So kann es auch vorkommen, dass - laut Augsburger Stadtverwaltung - die organisierten Betrüger versuchen, sich als "Impfteam" ausgeben, um so in die Wohnung der Menschen zu gelangen.

Zur Erinnerung: Private Impfungen werden aktuell gar keine durchgeführt. Diese medizinischen Vorkehrungen werden in den Pflegeheimen getroffen oder in Impfzentren.

Dabei wird vor allem psychischer Druck aufgebaut. Die Täter setzen das Opfer unter Zeitdruck, drängen auf Geheimhaltung, schüren Ängste und "machen dem Opfer Vorwürfe, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie nicht unterstützen zu wollen", teilte die Polizei mit.

Und sie betont: "Weder die Polizei noch andere Ämter fordern Sie telefonisch auf, Geld und Wertsachen auszuhändigen!"

Sollte also ein derartiger Anruf kommen, am besten auflegen und die echte Polizei informieren - unter der bekannten Telefonnummer 110.

Titelfoto: 123RF/kasto

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