Bewaffneter Mann von Polizei erschossen: Litt er unter einer psychischen Erkrankung?

Kehl - Nachdem Polizisten einen bewaffneten 53-jähriger Mann am Sonntag in Kehl erschossen haben, liegen neue Informationen vor.

Polizisten betraten die Wohnung des Mannes, wobei der 53-Jährige von einem Schuss tödlich getroffen wurde. (Symbolbild)
Polizisten betraten die Wohnung des Mannes, wobei der 53-Jährige von einem Schuss tödlich getroffen wurde. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Offenburg am Montagnachmittag gemeinsam mitteilten, befand sich der mit einem Messer bewaffnete Mann alleine in seiner Wohnung. 

Etliche Versuche, Kontakt mit ihm aufzunehmen, schlugen demnach fehl. Dabei kamen auch Übersetzer zum Einsatz, da der Mann die afghanische Staatsangehörigkeit besaß.

Die Polizei kam letztlich zu der Feststellung, dass für den Mann nicht nur eine Eigengefährdung bestand, sondern auch eine Fremdgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte. Der psychische Ausnahmezustand des 53-Jährigen ist möglicherweise auf eine entsprechende Erkrankung zurückzuführen.

Bereits vor etwa einem Monat, am 24. September, war er in ähnlicher Weise und in vergleichbarem Zustand auffällig geworden. Damals hatte er mit einem Küchenmesser einen Nachbarn bedroht und war in der Folge in eine Fachklinik gebracht worden. 

Die Ermittlungen zum genauen Ablauf der Geschehnisse am gestrigen Sonntagnachmittag dauern nach wie vor an.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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