Beim Schwarzfahren und mit Drogen erwischt: Mann zerstört aus Wut eigenes Handy

Bitterfeld - Am vergangenen Samstag musste die Bundespolizei eingreifen, als es zu einem Streit zwischen einer Zugbegleiterin und einem Reisenden kam. Doch die Situation eskalierte.

Der 22-Jährige hatte keine Fahrkarte gekauft. (Symbolbild)
Der 22-Jährige hatte keine Fahrkarte gekauft. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Szene spielte sich gegen 23.45 Uhr auf Bahnsteig 3 des Bitterfelder Bahnhofs ab. 

Der Reisende war zuvor in der S-Bahn auf der Strecke Brehna-Bitterfeld beim Schwarzfahren erwischt worden.

Daraufhin wollte die Zugbegleiterin eine "Fahrpreisnacherhebung", also ein Formular, das eine Strafzahlung nach sich zieht.

Die dafür benötigten Personaldaten und die Herausgabe seines Ausweises verweigerte der 22-Jährige jedoch vehement. 

Auch gegenüber der Polizei sperrte er sich gegen die Identitätsfeststellung. Schließlich schubste er sogar einen der Beamten, der seinen Rucksack durchsuchen wollte.

Zudem beleidigte er sie kontinuierlich mit ehrverletzenden Worten, so die Bundespolizeiinspektion Magdeburg. Der Deutsche musste schließlich gegen seinen Willen fixiert werden

Im Rucksack des Mannes stellten die Einsatzkräfte jeweils ein szenetypisches Cliptütchen und ein Röhrchen vermutlich mit der Droge Crystal Meth sowie fünf Tabletten sicher. Nachdem außerdem sein Personalausweis in der Jackentasche gefunden wurde, wurde herausgefunden, dass der 22-Jährige schon in der Vergangenheit mit der Polizei zu tun hatte.

In seiner Wut schmiss er schließlich sein Smartphone und seine Brille zu Boden und trat gegen sein Fahrrad.

Er erhält Strafanzeigen wegen des Erschleichens von Leistungen, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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