Blutüberströmter Mann schockiert Polizisten während Verkehrskontrolle

Königstein im Taunus - Verstörendes Erlebnis für die Beamten der Polizei im westhessischen Königstein im Hochtaunuskreis: Dort begegnete ihnen am Mittag des Pfingstmontags ein blutüberströmter Mann, der zudem einen äußerst labilen psychischen Zustand aufwies.

Ein blutüberströmter Mann beschäftigte am Pfingstmontag die Polizei im hessischen Königstein. (Symbolfoto)
Ein blutüberströmter Mann beschäftigte am Pfingstmontag die Polizei im hessischen Königstein. (Symbolfoto)  © 123rf/Jörg Hüttenhölscher

Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Hochtaunus am Montagnachmittag mitteilte, waren zwei Streifen der Königsteiner Polizei gegen 12 Uhr mittags mit einer Verkehrskontrolle in der Innenstadt des Kurortes beschäftigt, als sich ihnen das schreckliche Szenario offenbarte.

Nach Angaben des Polizeisprecher passierte ein circa 30 bis 40 Jahre alter Mann den Bereich, in dem sich die Polizisten aufhielten. Allerdings war er dabei vollkommen blutüberströmt und reagierte partout nicht auf die Ansprache der Ermittler.

Zunächst folgten ihm die Beamten von der Frankfurter Straße über die Hauptstraße bis in den Kurpark. Dort stoppten und umstellten sie den offensichtlich verletzten Mann und versuchten erneut, seine Aufmerksamkeit zu erlangen.

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Trotz mehrfacher Ansprache seitens der Polizisten verblieb der Mann regungslos, obwohl er aus mehreren Wunden an seinen Armen stark blutete. Die Notwendigkeit einer medizinischen Versorgung war aufgrund dieser Tatsache nicht von der Hand zu weisen.

Dennoch wehrte er sich mit all seinen noch vorhandenen Kräften gegen eine vorsorgliche Festnahme, schlug und boxte nach denjenigen, die ihm eigentlich helfen wollten.

"Psychischer Ausnahmezustand": Stark blutender Mann ruft Polizei in Königstein auf den Plan

Schließlich waren Pfefferspray und sogar ein Schlagstock vonnöten, um den verletzten Mann zu Boden zu bringen. Doch auch in dieser Lage setzte er sich vehement zur Wehr, sodass es mehrere Beamte und einige Zeit brauchte, um ihm Hand- und Fußfesseln anzulegen.

Daraufhin ging es für ihn zunächst ins nahegelegene Krankenhaus, um die vorhandenen Wunden zu versorgen und danach in eine psychiatrische Klinik, da die Polizisten davon ausgehen mussten, dass sich der Mann in einem "offensichtlich psychischen Ausnahmezustand" befand, wie der Sprecher weiter mitteilte.

Polizeibeamte wurden bei dem Einsatz glücklicherweise nicht verletzt.

Titelfoto: 123rf/Jörg Hüttenhölscher

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