14.220 Euro! Trucker bekommt von der Polizei dieses unfassbare Bußgeld aufgebrummt

Bochum - Vierzehntausend Latten! Ein Trucker hat in Bochum nun ein Bußgeld aufgebrummt bekommen, das sich gewaschen hat. Über 14.000 Euro muss er blechen - doch wie bitte, kommt so etwas zustande?

Hier Bochums bislang teuerster Bußgeldverstoß: 14.220 Euro.
Hier Bochums bislang teuerster Bußgeldverstoß: 14.220 Euro.  © Polizei Bochum

Wie die Polizei Bochum mitteilte, bestreift die sogenannte Kontrollgruppe Sonderverkehr regelmäßig Altenbochum und den Bereich rund um den Opelring.

Der Grund: Hier kommt es aufgrund von geparkten Lastwagen und Autos immer wieder zu uneinsichtigen und brenzligen Situationen im Straßenverkehr.

Dabei werden neben Fuß- sowie Radwegen auch gern mal ganze Einfahrten zugestellt.

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Wie die Direktion mitteilte, habe man bislang schon "mehr als 200 Verkehrsverstöße festgestellt und geahndet."

Das ließ die Kassen bei der Stadt dann schon mal ganz gut klingeln. Was den Beamten allerdings am Dienstag "passierte", überraschte selbst diese.

Gegen 8 Uhr begaben sich die Ordnungshüter auf Streife. Nachdem das ein oder andere Knöllchen dann bereits verteilt wurde, kam es auf der Grete-Schickedanz-Straße zum Showdown.

Fahrtenschreiber wird ausgelesen, der Hammer folgt auf den Fuß

Das haben selbst die Beamten der Polizei Bochum noch nicht erlebt.
Das haben selbst die Beamten der Polizei Bochum noch nicht erlebt.  © Martin Gerten/dpa

Ein Brummi-Fahrer aus dem Nürnberger Raum stand in einer verbotenen Zone.

Die Beamten sprachen diesen dann direkt an. Was folgte, war laut der Polizei ein uneinsichtiges Verhalten sowie "lautstarke Missachtung über die polizeiliche Kontrolle" durch den Trucker.

Jedoch stand der 57-Jährige mit seinem Sattelzug auf einem Radweg - der Sachverhalt war somit (eigentlich) klar.

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Im Zuge der Kontrolle wurde dann der Fahrtenschreiber seines Lkw ausgelesen.

Bei der Auswertung dieses folgte der Hammer: "Im Kontrollzeitraum von 28 Kalendertagen stellten die eingesetzten Polizisten etliche Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Schwerwiegender war jedoch, dass der Fahrer nahezu täglich deutlich gegen die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten verstoßen hat", so die Polizei.

Knüppeldick kam es dann, als die digitale Auslesesoftware der Beamten schließlich das Bußgeld errechnete. 14.200 Euro stand da. Ein unglaublicher Wert.

Sowohl der Lastwagenfahrer als auch sein Unternehmen darf sich jetzt auf eine Ordnungswidrigkeitenanzeige einstellen, die aber mal so richtig die Ohren schlackern lässt.

Übrigens: Der eigentlich Parkverstoß bedeutet noch einmal zusätzliche 20 Euro. Man könnte vergleichsweise auch von Peanuts sprechen...

Titelfoto: Polizei Bochum, Martin Gerten/dpa

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