Zug und Traktor krachen an unbeschränktem Bahnübergang zusammen

Bodenmais - Bei einer Kollision zwischen einem Zug und einem Holztransporter an einem Bahnübergang in Niederbayern ist der Triebwagenführer leicht verletzt worden.

Am Bahnübergang kam es zum Zusammenstoß zwischen Traktor und Zug.
Am Bahnübergang kam es zum Zusammenstoß zwischen Traktor und Zug.  © NEWS5 / Frank

Der Unfall ereignete sich am Mittwochnachmittag an einem kleinen Bahnübergang zwischen Bodenmais (Landkreis Regen) und Langdorf in einem Waldstück, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

"Scheinbar wollte das Gespann mit Holz den Bahnübergang überqueren und ist dort mit dem Zug zusammengestoßen." 

Der Fahrer des Gespannes blieb ersten Erkenntnissen zufolge unverletzt. Auch die übrigen 35 Fahrgäste des Zuges erlitten laut Polizei keine Verletzungen. 

Der Zug sei vorne "massiv beschädigt" worden, sagte der Sprecher. 

Die Zugstrecke zwischen Bodenmais und Zwiesel blieb zunächst gesperrt. 

Update 21.30 Uhr: Ein Verletzter nach Kollision zwischen Zug und Holzfuhrwerk

Der Fahrer des Gespanns sei an dem Übergang zunächst stehen geblieben, so die Polizei. Da er keinen Zug kommen sah, habe er seine Fahrt dann fortgesetzt und die Bahnlinie Bodenmais-Zwiesel überquert. Im gleichen Moment habe sich aber ein Triebwagen der Länderbahn genähert. Der Triebwagenfahrer (51) habe Pfeifsignale gegeben und eine Notbremsung eingeleitet - doch der Fahrer (62) des Gespanns schaffte es nicht mehr rechtzeitig über die Gleise.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes kippte der Lkw-Anhänger zur Seite um und verlor seine gesamte Holzladung. Im Triebwagen waren außer dem Personal noch 33 Fahrgäste. Sie blieben unverletzt. Der Triebwagenführer wurde leicht durch herumfliegende Splitter seiner Windschutzscheibe verletzt.

Der stark beschädigte Triebwagen musste nach Zwiesel in die Werkstatt der Waldbahn geschleppt werden. Die Bahnstrecke Bodenmais Zwiesel war deshalb bis gegen 19.15 Uhr gesperrt. 

Die Fahrgäste des Zuges wurden von Feuerwehren zu den umliegenden Bahnhöfen gebracht. Der Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen mit etwa 85.000 Euro beziffert.

Titelfoto: NEWS5 / Frank

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