Provozierte Unfälle: Ermittlungen gegen neun Tatverdächtige

Bonn – Die Bonner Polizei hat am frühen Dienstagmorgen mehrere Wohnungen durchsucht. Der Verdacht: Versicherungsbetrug nach provozierten Verkehrsunfällen.

Eine Bande soll in Bonn und Umgebung durch Unfallbetrug einen hohen Schaden angerichtet haben (Symbolbild).
Eine Bande soll in Bonn und Umgebung durch Unfallbetrug einen hohen Schaden angerichtet haben (Symbolbild).  © Fabian Sommer/dpa

Die Beamten nahmen dabei auch Wohnungen in Königswinter, Köln und Asbach unter die Lupe. Insgesamt wird laut Polizei gegen neun Beschuldigte ermittelt.

Haupttäter soll ein 34-jähriger Bonner sein. Der Mann war zwischen Mai 2017 und September 2018 an zahlreichen Unfällen beteiligt. Dabei soll er sich jeweils gezielt Opfer - Senioren und Fahranfänger -gesucht haben. 

Diese habe er dann gezielt in Unfälle verwickelt und war dabei jeweils mit hochwertigen Autos unterwegs, die auf Dritte in seinem Bekanntenkreis zugelassen waren. Einige Autos seien auch mehrmals "eingesetzt" worden.

In der Folge soll dann ein involvierter Gutachter die Reparaturkosten ohne Berücksichtigung der Vorschäden viel zu hoch angesetzt haben.

Im nächsten Schritt forderte dann ein Rechtsanwalt die Schadensummen von den gegnerischen Versicherungen an. Insgesamt sei so ein Betrag von über 100.000 Euro erbeutet worden.

Bei den Razzien wurden Dokumente und Medien sichergestellt. Es besteht der Verdacht auf einen "organisierten Verband" der Tatverdächtigen. Der Haupttäter könnte zudem für weitere Straftaten verantwortlich sein.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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