Brandanschlag auf Vonovia-Busse: Waren Extremisten am Werk?

Dresden - Waren es etwa Extremisten? In der Nacht zu Donnerstag brannten auf einem Parkplatz in der Könneritzstraße in Dresden drei Vonovia-Kleintransporter (TAG24 berichtete). Nun sucht das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) nach Zeugen.

Die von den Flammen zerstörten Fahrzeuge des Wohnungskonzerns.
Die von den Flammen zerstörten Fahrzeuge des Wohnungskonzerns.  © Roland Halkasch

Wie die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit dem Landeskriminalamt am Freitagmorgen mitteilte, wird nun wegen Brandstiftung ermittelt. 

Dabei sei ein extremistischer Hintergrund des Brandes nicht auszuschließen, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Der Bochumer Immobilienkonzern war in der Vergangenheit schon häufiger Opfer mutwilliger Zerstörung. Gerade aus der linksextremen Szene hagelt es häufiger Kritik an den Geschäftspraktiken des Konzerns, die nicht selten in ähnlichen Fällen der Sachbeschädigungen gipfelten.

Wie das Landeskriminalamt (LKA) weiter mitteilte, beziffert sich der entstandenen Sachschaden der drei völlig ausgebrannten Fahrzeuge auf etwa 60.000 Euro.

Spuren wurden noch vor Ort gesichert, allerdings fehlt von dem oder den Tätern bislang noch jede Spur.

Landeskriminalamt bittet um Unterstützung

Das LKA bittet daher um Unterstützung der Bevölkerung. 

Sollte sich jemand zur Tatzeit in der Nähe des Kraftwerks Mitte aufgehalten haben und möglicherweise sogar Zeuge der mutmaßlichen Brandstiftung geworden sein, so soll er sich bitte unter der Rufnummer (0800) 855 20 55 melden.

Sachdienliche Hinweise werden ebenso entgegengenommen wie "Feststellungen im Internet, die zur beschriebenen Tat Aufschluss geben können", heißt es in der Mitteilung weiter.

Wie viele Täter letztlich Teil des mutmaßlichen Anschlages gewesen sind, ist nach aktueller Sachlage noch nicht ersichtlich.

Gegen 1.15 Uhr am Donnerstag wurden die Kleinbusse auf Höhe der Hausnummer 52 auf der Schweriner Straße/Ecke Könneritzstraße wohl in Brand gesteckt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Titelfoto: Roland Halkasch

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