Vor tödlichem Schuss: Beamte wurden angegriffen

Bremen – Der 54-jährige Mann, der am Donnerstag bei einem Polizeieinsatz an einer großen Wohnanlage in Bremen-Gröpelingen erschossen wurde (Tag24 berichtete), soll einen Beamten zuvor mit einem Messer attackiert haben. 

Ein Polizist steht am Ort eines Polizeieinsatzes.
Ein Polizist steht am Ort eines Polizeieinsatzes.  © Sina Schuldt/dpa

Dies teilte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Freitagmorgen mit. 

Es liege Videomaterial vor, welches den Angriff auf den Beamten zeigt. Dieser hatte vorher mit seiner Kollegin noch versucht, die Situation durch Worte zu entschärfen. 

Der Vorfall sei daher nicht im Kontext der jüngst geführten gesellschaftlichen Diskussionen zu betrachten. Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA hatten zuletzt weltweit zu Protesten geführt. 

"Ziel ist es immer, nicht schießen zu müssen. Aber manchmal ist es eben doch unvermeidbar", sagte GdP-Landeschef Lüder Fasche. 

Am Freitagmorgen verwies die Polizei Bremen zu dem Vorfall an die Staatsanwaltschaft. 

Diese hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, sie werde sich erst im Laufe des Freitags dazu äußern.

Zu den Hintergründen machte die Polizei bisher keine Angaben. Berichten, es habe sich um eine Wohnungsräumung gehandelt, wurde jedoch widersprochen. Es wird intern ermittelt.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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