Brennpunkt Kölner Hauptbahnhof: Polizei führt Waffen-Kontrollen durch

Köln - Messer, Knüppel, Pistolen: Immer wieder kommt es in großen Bahnhöfen zu Gewalttaten. Der Kölner Hauptbahnhof gilt als besonderer Brennpunkt. Deshalb waren dort an diesem Wochenende Waffen aller Art verboten.

Weil es am Kölner Hauptbahnhof immer wieder zu Gewalttaten kommt, waren an diesem Wochenende Waffen aller Art verboten.
Weil es am Kölner Hauptbahnhof immer wieder zu Gewalttaten kommt, waren an diesem Wochenende Waffen aller Art verboten.  © Marius Becker/dpa

Beamte der Bundespolizei kontrollierten, ob Personen Messer, Pistolen oder andere Waffen dabei hatten. 

Dabei seien nicht mehr Waffen als bei früheren Kontrollen festgestellt worden, sagte am Sonntag eine Sprecherin der Bundespolizei. 

"Taschenmesser, Küchenmesser, solche Sachen haben wir sichergestellt. Aber keine Besonderheit in dem Sinne."

Seit Jahresbeginn registrierte die Bundespolizei im Kölner Hauptbahnhof bereits mehr als 100 Straftaten, bei denen Waffen - vor allem Messer - eine Rolle spielten. 

"Das ist vor allem deshalb erschreckend, weil ja wegen der Corona-Pandemie im Hauptbahnhof weniger los war als normalerweise." 

Aktion sollte hartes Durchgreifen der Bundespolizei demonstrieren

Die Polizei führte an diesem Wochenende am Kölner Hauptbahnhof Waffen-Kontrollen durch.
Die Polizei führte an diesem Wochenende am Kölner Hauptbahnhof Waffen-Kontrollen durch.  © Marius Becker/dpa

Trotz rückläufiger Fahrgastzahlen und vorübergehend geschlossener Geschäfte und Clubs habe es ungefähr genauso viele Delikte gegeben wie im Vorjahreszeitraum.

Die Einrichtung der "Waffenverbotszone" am Wochenende sollte Gewalttäter abschrecken und zeigen, dass die Bundespolizei konsequent gegen sie vorgeht.

In der Vergangenheit hat es auch in anderen Hauptbahnhöfen vereinzelt kurzzeitig Waffenverbotszonen gegeben, darunter in Dortmund, Düsseldorf, Essen, Mülheim und zweimal schon in Köln. 

Die Polizei kann nur zeitlich begrenzte Waffenverbote aussprechen. 

Für ein dauerhaftes Verbot wäre ein entsprechendes Gesetz erforderlich.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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