"Cold Case" Gisela B.: Ermittler rollen 40 Jahre alten Mordfall wieder auf

Kiel – Anwohner bemerkten die aufgebrochene Wohnungstür und alarmierten die Polizei, doch für Gisela B. kam jede Hilfe zu spät: Am Abend des 2. September 1981 wurde die damals 65-Jährige in ihrer Lübecker Wohnung ermordet.

Gisela B. (†65) wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.
Gisela B. (†65) wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.  © LKA SH

Nun rollt die Cold Case Unit des LKA Schleswig-Holstein den ungeklärten Mordfall wieder auf. Die Ermittler erhoffen sich aufgrund neuer Techniken den oder die Täter auch noch 40 Jahre später identifizieren zu können.

Polizisten hatten die Arztwitwe Gisela B. am Morgen des 3. September 1981 unbekleidet und erdrosselt auf dem Bett liegend in ihrer Wohnung in der Krähenstraße 34 gefunden. Die Wohnungstür wies Einbruchsspuren auf.

Wie sich im Laufe der weiteren Ermittlungen herausstellte, fehlten Schmuck und Bargeld, sodass sowohl ein Raub-, als auch ein Sexualmord nicht auszuschließen waren. Die Tat ereignete sich zwischen 19 und 20.30 Uhr.

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Polizeimeldungen Sendeanlage des SWR in Waldburg beschädigt

Ein erster Verdacht gegen den 20 Jahre jüngeren Ex-Freund der Ermordeten erhärtete sich nicht, weitere Tatverdächtige konnten damals nicht ermittelt werden.

Laut Polizei ist ein Zusammenhang mit dem Mord an Bärbel K. im Jahr 1978 am Lübecker Marquardplatz möglich. Auch sie wurde unbekleidet und erdrosselt auf dem Bett gefunden, eine größere Geldsumme fehlte.

Wer erkennt diese Kette? Sie soll dem Opfer gehört haben.
Wer erkennt diese Kette? Sie soll dem Opfer gehört haben.  © LKA SH

Polizei sucht nach Kontaktpersonen!

Das Tatorthaus früher und heute. Die Wohnung des Opfers befand sich im zweiten Stock.
Das Tatorthaus früher und heute. Die Wohnung des Opfers befand sich im zweiten Stock.  © LKA SH

Die Cold Case Unit sucht nach Zeugen und ehemaligen Kontaktpersonen von Gisela B., die noch nicht zu dem Mord befragt wurden.

Außerdem fragen die Beamten: Wer hat die 65-Jährige am Nachmittag beziehungsweise am Abend des 2. September 1981 gesehen? War sie in Begleitung? Gab es im Bereich Krähenstraße/ An der Mauer/ Krähenteich auffällige Personen? Kam es dort 1981 und davor zu Sexualdelikten?

Laut Zeugen war das Opfer im Besitz einer Kette mit einer durchbohrten Dollarmünze, die am Tatort jedoch nicht aufgefunden werden konnte. Wer weiß, wo sich die Kette jetzt befindet?

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Zudem zog Gisela B. Anfang 1980 von der Krähenstraße 1-3 in die Krähenstraße 34. Welches Umzugsunternehmen half dabei?

Hinweise nehmen die Ermittler unter der Telefonnummer 0431/160-42856 entgegen.

Titelfoto: LKA SH

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