Zoll: Wegen Corona mehr Drogenschmuggel per Post

Schweinfurt - Nach Einschätzung des Zolls hat sich der Drogenschmuggel wegen der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen zunehmend auf den Postweg verlagert. 

Drogen aus der Packstation: In Corona-Zeiten orientieren sich die Schmuggler um. (Symbolbild)
Drogen aus der Packstation: In Corona-Zeiten orientieren sich die Schmuggler um. (Symbolbild)  © 123rf/Peter Ksinan

Deshalb arbeiten Zoll und Postdienstleister nach Angaben des Hauptzollamts Schweinfurt vom Donnerstag verstärkt zusammen. 

"Schmuggler reagieren schnell auf geänderte Situationen", sagte der Leiter des Sachgebiets Kontrollen, Wolfgang Pförtsch, laut Mitteilung. 

Die Gefahr, dass Postsendungen mit Rauschmitteln ins Visier der Drogenfahnder gerieten, schätzten die Schmuggler offenbar geringer ein als das Risiko, auf den derzeit deutlich leereren Autobahnen erwischt zu werden.

Die Kooperation mit den Paketdienstleistern wirke sich positiv aus, sagte Pförtsch. Demnach zog der Zoll Ende April und Anfang Mai in Unterfranken drei Postsendungen mit insgesamt mehr als zehn Kilo Cannabisblüten aus dem Verkehr. 

Die Pakete stammten vom selben Absender. Ein Postzentrum hatte den Zoll verständigt, durch einen Drogentest waren die Lieferungen dann aufgefallen. Die Ermittlungen gegen Versender und Empfänger der drei Cannabis-Pakete laufen.

Manchmal schaffen es die Pflanzen nicht einmal zur Post: Bei einer Streifenfahrt hat die Polizei in Horgau ein Gewächshaus mit 19 Marihuana-Pflanzen entdeckt. Der Zivilstreife fielen die teilweise blühenden Pflanzen am Mittwoch durch eine Plexiglasscheibe hindurch auf, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Den Besitzer fanden die Beamten wenig später in seinem Auto im Gemeindebereich.

Titelfoto: 123rf/Peter Ksinan

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