Er bellte für Ordnung: Polizeihund "Ivo" geht in Ruhestand

Dortmund/NRW - Bundespolizei-Diensthund Ivo hat in den vergangenen zehn Jahren enorm viele Einsätze erlebt, Verbrecher geschnappt und selbst etliche Gefahren überstanden. Jetzt geht der "harte Hund" selbst in Rente. 

Diensthund Ivo von der Bundespolizei Dortmund geht in Hunderente.
Diensthund Ivo von der Bundespolizei Dortmund geht in Hunderente.  © Bundespolizei

"Nach 10 Jahren ist endlich Schluss", informierte ein Sprecher der Bundespolizei in Dortmund jetzt über das Dienstende des tierischen Veteranen.

Der Diensthund habe in den vergangenen Jahren nicht  nur viel Zuneigung seiner zweibeinigen Kollegen erfahren, sondern musste auch knallharte Einsätze durchstehen.

Dabei kann Hund Ivo auf einige große Einsätze blicken: Er bellte beim G-20-Gipfel in Hamburg, wachte bei einem Castortransport.

Sein Haupteinsatzgebiet war aber das Ruhrgebiet. Hier sorgte er mit seinem Diensthundeführer für Ordnung und Sicherheit.

Doch nicht alle Einsätze verliefen friedlich.

Ivo musste manches Mal hart einstecken, kassierte Schläge mit Gegenständen aller Art, Flaschenwürfe, Tritte und sogar Messerschnitte.

Einige harte Einsätze für Diensthund Ivo!

Weihnachten 2016 für Diensthund Ivo: Wenige Tage vorher wurde er von einem Kriminellen mit einer Holzlatte verprügelt.
Weihnachten 2016 für Diensthund Ivo: Wenige Tage vorher wurde er von einem Kriminellen mit einer Holzlatte verprügelt.  © Bundespolizei

So wurde Ivo kurz vor Weihnachten 2016 von einem überführten Graffitisprayer mit einer Holzlatte geschlagen und getreten.

Ivo konnte den Graffitisprayer stoppen und musste dabei hart einstecken. 

Der damals 36-jährige Dortmunder entkam nicht. 

Ivo verletzte den Mann durch Bisswunden am Arm und Wade. Der Mann musste später in eine Klinik eingeliefert werden, hieß es damals im Polizeibericht.

Auch Hund Ivo wurde für sieben Tage dienstunfähig geschrieben, hatte Verletzungen am gesamten Körper.

Anfang 2016 konnte Ivo bei einem anderen Einsatz zunächst 10 Graffitischmierer in die Flucht schlagen, einen davon stellte er letztlich in einem Gebüsch.

Ivo überführte Täter auch außerhalb seiner Dienstzeiten

Im März 2015 überführte Diensthund Ivo einen Mann quasi im "Vorbeilaufen" - und außerhalb seiner Dienstzeit. Ivo befand sich damals mit seinem Herrchen gerade auf dem Weg zur Arbeit, als der Hund in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhof plötzlich ein Gebüsch anbellte.

Der Diensthundeführer fand daraufhin hinter dem Busch einen jungen Mann, der einen Marihuana-Joint rauchte. Der Drogen-Joint wurde sichergestellt, gegen den Mann ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes  eingeleitet. Einmal Diensthund, immer Diensthund, dachte sich Ivo wohl bei diesem leichten Fall auf dem Weg zur Arbeit.

Bundespolizei Dortmund dankt Ivo

Mit einem netten Gruß verabschiedete der Sprecher der Bundespolizei Dortmund den vierbeinigen Kollegen: "Lieber Ivo, die Bundespolizei im Ruhrgebiet dankt Dir für Deine Leistung und wünscht Dir noch viele glückliche Jahre im Kreise Deiner "Familie"!"

Titelfoto: Bundespolizei

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