Dramatische Szenen auf A40: Lkw-Fahrer in Not, aber niemand hält an

Düsseldorf/Essen – Auf einer Autobahn nahe Essen im Ruhrgebiet kam es am gestrigen Donnerstag zu einer tragischen Situation. Einem Lkw-Fahrer ging es so schlecht, dass er am Seitenstreifen zusammensackte und vergeblich um Unterstützung bat. Doch niemand kam ihm zu Hilfe.

Ein Notarzt kümmerte sich um den Mann, der nicht mehr sprechen konnte. (Symbolbild)
Ein Notarzt kümmerte sich um den Mann, der nicht mehr sprechen konnte. (Symbolbild)  © 123rf/Joerg Huettenhoelscher

Mit einem Schild mit der Aufschrift "112" hatte der Rumäne versucht, andere Autofahrer zum Anhalten zu bewegen, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte.

Bei sengender Hitze war der Mann rechts rangefahren, aus seinem Fahrzeug gestiegen und wenig später in sich zusammengesackt. Bei offener Fahrertür lag er vor seinem Lastwagen.

Einsatzkräfte der Polizei waren auf ihn aufmerksam geworden, weil sie bemerkten, dass andere Autofahrer langsam wurden, abbremsten und weiterfuhren.

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Die Beamtinnen und Beamten hielten an und sahen, dass der Mann immer wieder auf seinen Brustkorb deutete. Umgehend wurden ein Notarzt sowie ein Rettungswagen angefordert.

"Während der Erstversorgung hielt schließlich ein weiterer Verkehrsteilnehmer an und unterstützte die Hilfeleistungen der Beamten", hieß es seitens der Polizei. "Aufgrund seines kritischen Zustandes konnte der rumänische Fahrer keinerlei Angaben mehr machen." Über den Gesundheitszustand des Mannes war am Freitagmorgen nichts bekannt.

Erste Ermittlungen ergaben, dass lediglich eine Frau beim Vorbeifahren die Feuerwehr Essen verständigt hatte. Weitere Notrufe waren nicht eingegangen. Die Polizei Düsseldorf appellierte in diesem Zuge an andere Menschen, dass sich jeder plötzlich in einer Notlage befinden und auf Hilfe angewiesen sein könne.

Titelfoto: 123rf/Joerg Huettenhoelscher

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