Drei Polizeibeamte bei Kontrolle verletzt: Täter in Klinik

Kiel - Heftiger Widerstand gegen die Staatsgewalt! Am Dienstagmorgen wehrte sich ein 55-jähriger Mann in Kiel bei einer Kontrolle rigoros gegen die Polizei. Drei Beamte wurden dabei verletzt.

Ein typischer deutscher Polizeiwagen in Aktion. (Symbolbild)
Ein typischer deutscher Polizeiwagen in Aktion. (Symbolbild)  © 123RF/angela rohde

Einer der Polizisten (43) sei sogar vorerst wegen einer Rückenverletzung nicht mehr dienstfähig, so die Polizeidirektion Kiel in einer Pressemitteilung. 

Ein weiterer Kollege (30) und seine Kollegin (26) trugen neben Augenreizungen verschiedene Prellungen und Schürfwunden davon, heißt es weiter.

Um 9 Uhr wollten die Beamten den 55-jährigen Mann im Kieler Stadtteil Gaarden kontrollieren. Als dieser unvermittelt nach einem Metallrohr in seinem Auto griff, schritten die Polizisten ein und fixierten den Mann. 

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Dieser konnte sich allerdings aus dem polizeilichen Griff befreien. Er schlug die Beamten ins Gesicht und bedrohte sie mit dem zuvor erwähnten Rohr, heißt es in der Pressemitteilung weiter. 

Als einer der Polizisten ankündigte, von seiner Dienstpistole Gebrauch zu machen, legte der 55-Jährige endlich seine Waffe zur nieder. Damit endete die Auseinandersetzung aber noch nicht. Der Mann griff zum Reizgas und nebelte die Beamten ein.

Mit Verstärkung konnte der 55-Jährige schließlich überwältigt und festgenommen werden. Ein später hinzugezogener Amtsarzt entschied, dass der Mann in eine Fachklinik einzuweisen sei.

Nichtsdestotrotz wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands, Beleidigung und Bedrohung eingeleitet. 

Ein weiteres Verfahren wegen des möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz, der 55-Jährige trug zwei Messer bei sich, wurde ebenfalls in die Wege geleitet.

Titelfoto: 123RF/angela rohde

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