Familiendrama in Bayern: Bundespolizistin erschießt ihre Töchter und sich selbst

Vogtareuth - Freitagmorgen um etwa 4.40 Uhr wurden Polizei und Rettungskräfte nach Vogtareuth in den Landkreis Rosenheim gerufen. 

In einem Haus in Vogtareuth wurden drei tote Personen entdeckt.
In einem Haus in Vogtareuth wurden drei tote Personen entdeckt.  © NEWS5 / Pieknik

"In einem Haus wurden drei Tote Personen aufgefunden, die Ermittlungen der Polizei laufen. Es muss von einem Gewaltverbrechen ausgegangen werden", heißt es in einer Mitteilung.

Auf TAG24-Rückfrage teilte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Martin Emig, mit, dass es sich bei den gefundenen Personen um zwei Kinder und mutmaßlich um die Mutter der beiden handelt.

"Nach derzeitigem Ermittlungsstand gilt die verstorbene Mutter als dringend tatverdächtig", so Emig. 

Er betonte jedoch, dass diese Erkenntnis darauf basiert, was man zum jetzigen Zeitpunkt ermitteln konnte.

"Wir gehen davon aus, dass sich eine Familientragödie abgespielt hat", zitiert die dpa einen Polizeisprecher. Eine Fahndung gäbe es keine.

Update, 11.14 Uhr: Polizei gibt Details bekannt

Wie die Polizei am Freitagvormittag mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um eine 36-Jährige und ihre 10 und 12 Jahre alten Töchter. "Vieles deutet derzeit darauf hin, dass die Frau ihre Kinder gewaltsam tötete und sich anschließend selbst das Leben nahm", heißt es in der Mitteilung.

Ersten Erkenntnissen nach, hat die Mutter gegen 4.30 Uhr ihre beiden Kinder mit einer Schusswaffe getötet, ehe sie sich selbst das Leben nahm. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.

Update, 12.20 Uhr: Mutter war Bundespolizistin, Pistole war Tatwaffe

Wie die dpa am Freitagmittag mitteilte, handle es sich bei der Mutter um eine Bundespolizistin. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen komme nur die 36 Jahre alte Mutter als Täterin des Gewaltverbrechens in Betracht.

Der Familienvater sei vor Ort in Betreuung, sagte der Sprecher weiter. Speziell geschultes Personal kümmere sich um ihn. Die Leichen seien in einer Doppelhaushälfte gefunden worden.

Tatwaffe war nach Ermittlerangaben eine Pistole. Ob es sich dabei um die Dienstwaffe der Frau handelte, blieb zunächst unklar. Polizei und Rettungsdienst waren am frühen Morgen gegen 4.40 Uhr von einer Person aus dem Haus alarmiert worden. Wer genau anrief, wollte der Sprecher mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen.

Am Vormittag waren Kriminalpolizei und Spezialisten vom Landeskriminalamt in dem Haus damit beschäftigt, Spuren zu sichern, wie der Sprecher weiter erklärte. Der Erste Bürgermeister von Vogtareuth, Rudolf Leitmannstetter (parteilos), äußerte sich geschockt. "Das muss man erst mal setzen lassen", sagte er. In der Ortschaft kenne jeder jeden.

Vogtareuth liegt rund 15 Kilometer nördlich von Rosenheim im Alpenvorland. Etwas mehr als 3000 Menschen wohnen in der kleinen Gemeinde.

Titelfoto: NEWS5 / Pieknik

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