Drogen übers Internet gekauft? Betroffene erhalten Brief vom LKA

Bamberg - Rund 1000 Käufer von sogenannten neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) haben in Bayern Warnbriefe vom Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) erhalten.

Reagenzgläser gefüllt mit neuen psychoaktiven Substanzen, auch Legal Highs genannt, stehen im Labor.
Reagenzgläser gefüllt mit neuen psychoaktiven Substanzen, auch Legal Highs genannt, stehen im Labor.  © Christoph Schmidt/dpa

Es handele sich um Käufer bei einem der größten Online-Anbieter für NPS-Drogen in Deutschland, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und das LKA am Mittwoch gemeinsam mit. 

Gegen diesen werde seit mehreren Monaten intensiv ermittelt.

NPS sind auch unter der Bezeichnung "Legal High" bekannt. Dabei handelt es sich beispielsweise um Pulver, Tabletten oder Kräutermischungen, denen synthetische Wirkstoffe beigemischt sind. 

Den Angaben zufolge betont der Shop die Legalität und vermeintliche Sicherheit der Drogen. 

"Tatsächlich sind die Produkte weder sicher noch ist deren Vertrieb legal", hieß es in der Mitteilung.

Um gesetzliche Bestimmungen zu umgehen, werde die Zusammensetzung der Wirkstoffe bei einem Produkt immer wieder verändert, so dass die jeweilige Wirkung nicht vorhergesagt werden könne. Den Angaben zufolge konnten auch in jüngster Vergangenheit eine Reihe von Todesfällen auf den Konsum der Drogen zurückgeführt werden. 

Um Käufer über die Gefahren aufzuklären, erhielten deutschlandweit rund 3200 Käufer Warnbriefe, davon gingen rund 1000 nach Bayern. 

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0