"Menschenunwürdige Unterbringung": Zoll deckt Schwarzarbeiter-Quartier auf

Düsseldorf - Es soll menschenunwürdig und illegal gewesen sein: Die Polizei und der Zoll Düsseldorf deckten am vergangenen Donnerstag vermutlich eine Schwarzarbeiter-Unterkunft auf.

Vier Arbeiter lebten in einem Gebäude, das zu einem Restaurant umgebaut werden sollte. (Symbolfoto)
Vier Arbeiter lebten in einem Gebäude, das zu einem Restaurant umgebaut werden sollte. (Symbolfoto)  © 123rf/ginasanders

Wie das Hauptzollamt Düsseldorf berichtete, bekamen sie einen anonymen Hinweis zu "menschenunwürdiger Unterbringung und Ausbeutung von Arbeitskräften".

Infolgedessen kontrollierten die Zöllner die Unterkunft in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs.

Bei dem Gebäude handelte es sich laut Angaben des Zolls um ein Bauprojekt, das zu einem Restaurant umgebaut werden sollte.

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Die Beamten fanden in dem Haus notdürftig hergerichtete Schlafquartiere in Form von Holzpaletten mit dünnen Matratzen und teilweise Plastikfolien als Abtrennung vor.

In der Unterkunft hielten sich vier chinesische Arbeitnehmer auf. Einer von ihnen wurde wegen illegalen Aufenthalts noch vor Ort festgenommen.

Die anderen drei Personen hatten keinen gültigen Aufenthaltstitel und hätten sich aufgrund räumlicher Beschränkungen nicht in Düsseldorf aufhalten dürfen. Eine räumliche Beschränkung verpflichtet Betroffene nämlich dazu, sich nur in dem Bereich aufzuhalten, der von der zuständigen Behörde festgelegt wurde.

Die Pässe der drei Personen wurden daraufhin eingezogen, und es wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Außerdem ermittelt der Zoll gegen alle vier Arbeiter wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit, Leistungsbetrug und Unterschreitung des gesetzlichen Mindestlohns.

Zudem wurden keine Stundenaufzeichnungen geführt, weswegen weitere Ordnungswidrigkeitsverfahren folgen werden.

Titelfoto: 123rf/ginasanders

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