Sie beschuldigten das Opfer: Männer attackieren Mitarbeiter einer Toilettenanlage mit Fäusten

Düsseldorf – In einer Düsseldorfer Toilettenanlage kam es am vergangenen Samstag zu einer üblen Auseinandersetzung, bei der zwei Männer den Mitarbeiter der Anlage mit Fäusten attackierten.

In einer Toilettenanlage in Düsseldorf kam es am vergangenen Samstag zu einer Auseinandersetzung zwischen vier Männern. (Symbolbild)
In einer Toilettenanlage in Düsseldorf kam es am vergangenen Samstag zu einer Auseinandersetzung zwischen vier Männern. (Symbolbild)  © 123RF/denboma

Nach Aussagen der beiden Tatverdächtigen soll zunächst der 24-jährige Mitarbeiter auf die beiden 21 und 22 Jahre alten Männer losgegangen sein.

Diesen Sachverhalt wollten sie der Polizei weismachen, die sie nach der Auseinandersetzung am Abend aufgesucht hatten.

Durch die Auswertung von Zeugenaussagen und Bildern einer Überwachungskamera stellte sich wenig später allerdings heraus, dass die beiden jungen Männer den 24-jährigen Helfer zuerst schlugen.

Megabrand in Erfurt: Lagerhalle geht in Flammen auf
Polizeimeldungen Megabrand in Erfurt: Lagerhalle geht in Flammen auf

Wie die Polizei mitteilte, suchten Einsatzkräfte nach der lückenhaften Aussage der zwei vermeintlichen Opfer die Toilettenanlage auf, um den verletzten Mitarbeiter und Zeugen zu befragen.

Dabei wurde deutlich, dass das mutmaßliche Schläger-Duo afghanischer Herkunft eine Euro-Münze einwarf, jedoch verbotenerweise zu zweit durch das Drehkreuz lief.

Der nigerianische Mitarbeiter sprach die beiden daraufhin an und kassierte dafür unvermittelt Faustschläge.

Toiletten-Schläger räumen Schuld ein

Ein 20-jähriger ghanaischer Staatsangehöriger kam dem Opfer, das Prellungen im Gesicht erlitt, zur Hilfe. Er selbst verletzte sich leicht an der Hand. Auch einer der Tatverdächtigen zog sich laut Meldung der Polizei eine Gesichtsprellung zu.

Als die Männer auf der Wache wenig später mit dem wahren Sachverhalt konfrontiert wurden, gaben sie zu, dass sie zu zweit durch das Drehkreuz gingen und nur für eine Person gezahlt hatten. Zu weiteren Vorwürfen äußerten sie sich nicht mehr.

Gegen sie wird nun wegen der gefährlichen Körperverletzung, des Betruges und der falschen Verdächtigung ermittelt.

Titelfoto: 123RF/denboma

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: