Er suchte sich gezielt Senioren als Opfer: Mutmaßlicher Halsketten-Räuber auf Kö gestellt

Düsseldorf - In mindestens fünf Fällen soll ein Mann Seniorinnen rund um die Düsseldorfer Flaniermeile "Kö" Halsketten brutal vom Körper gerissen haben. Nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen (36) festgenommen.

Auf der Nobel-Einkaufsstraße "Kö" in Düsseldorf gab es vor Kurzem mehrere Raubüberfälle.
Auf der Nobel-Einkaufsstraße "Kö" in Düsseldorf gab es vor Kurzem mehrere Raubüberfälle.  © Roland Weihrauch/dpa

Dem 36-Jährigen, der sich seit dem Wochenende in Untersuchungshaft befindet, werden mindestens fünf Raubstraftaten vorgeworfen, teilte die Polizei am Montag mit.

Die weiblichen Opfer, die er gezielt ausgesucht habe, seien zwischen 72 und 92 Jahren alt gewesen. Der Mann habe den Frauen demnach insbesondere Halsketten vom Körper gerissen und dabei in Kauf genommen, dass sie möglicherweise stürzten.

Die Polizei berichtete in einem Fall vom 11. August, dass der Täter sein 92-jähriges Opfer bei der Tat auf einer Treppe zur U-Bahn geschlagen und gestoßen haben soll.

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In einem anderen Fall soll er bei einer 79-Jährigen auf einer Treppe zur S-Bahn von hinten an der Halskette gerissen haben, sodass schwere Würgemale am Hals entstanden seien.

Die Taten sind nach ersten Erkenntnissen an Stellen verübt worden, wo die Opfer einen besonders unsicheren Stand hatten.

Verdächtiger soll Beute umgehend verkauft haben

Seine im Einzelfall bis zu etwa 10.000 Euro wertvolle Beute soll der Tatverdächtige mit nordmazedonischer Staatsbürgerschaft umgehend verkauft haben, wobei auch seine Personalien erfasst worden seien.

Nach Hinweisen von einem Gold An- und Verkauf sei der Tatverdächtige zunächst identifiziert und dann von Fahndern festgenommen worden, als er am Donnerstag wieder rund um die Kö auf der Bildfläche erschienen sei.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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