16 Tritte auf Kopf und Körper! Mädchen (16) misshandelt wehrlosen Obdachlosen

Essen - Am Freitagmorgen hat eine polizeibekannte 16-Jährige einen gehbehinderten Obdachlosen (48) am Essener Hauptbahnhof dermaßen misshandelt, dass der Mann in eine Klinik gebracht werden musste.

Gräueltat am Essener Hauptbahnhof: In Begleitung einer 14-Jährigen hat eine Jugendliche (16) am Montag einen behinderten Obdachlosen misshandelt (Archivbild).
Gräueltat am Essener Hauptbahnhof: In Begleitung einer 14-Jährigen hat eine Jugendliche (16) am Montag einen behinderten Obdachlosen misshandelt (Archivbild).  © Fabian Strauch/dpa

Was sich am Montagmorgen im Westtunnel des Essener Hauptbahnhofs abgespielt hat, ist wohl nur schwer zu verdauen.

Wie die Polizei mitteilte, durchstreifte die 16-Jährige am ersten Weihnachtsfeiertag gegen 6 Uhr in Begleitung einer 14-jährigen Jugendlichen den Bahnhof, als die beiden Teenager auf den schlafenden Obdachlosen stießen.

Der gehbehinderte 48-Jährige hatte sich in dem Tunnel zum Schlafen niedergelassen, seinen Rollstuhl hatte er sorgfältig neben sich platziert.

Noch während er schlief, attackierte die 16-Jährige den Mann plötzlich: Insgesamt 16 Mal traktierte sie den Wehrlosen mit Tritten gegen Kopf und Körper. Dabei unterbrach sie zwischenzeitlich für Minuten, um dann weiterzumachen. Sein "Martyrium" hätte sich laut Polizei "über einen längeren Zeitraum hingezogen".

Anschließend zog die Angreiferin ein Messer und bedrohte ihr Opfer zusätzlich, indem sie stichartige Bewegungen gegen seinen Bauch andeutete. Ihre 14-jährige Begleiterin schaute der Gräueltat indes teilnahmslos zu und eilte dem Mann nicht zur Hilfe.

Schließlich ließen die beiden von dem Verletzten ab und machten sich davon. Was die beiden Jugendlichen allerdings nicht wussten - die Tat wurde auf Video aufgezeichnet!

Jugendliche Täterinnen waren bereits polizeibekannt

Schwer verletzt schleppte der Obdachlose sich nach der Tat zu seinem Rollstuhl und begab sich zur S-Bahn 1, wo Bahnmitarbeiter ihn mit blutigem Gesicht fanden. Er klagte über Schmerzen im ganzen Körper.

Sofort wurde die Bundespolizei alarmiert, die den Mann zu der heftigen Attacke befragten. Nachdem er geschildert hatte, was passiert war, machten die Beamten sich daran, das Überwachungsvideo aus dem Westtunnel zu sichten.

Eine Kamera hatte die gesamte Tat aufgezeichnet, und so konnten die Bundespolizisten die Mädchen, die bereits aus zahlreichen Straftaten am Essener Hauptbahnhof bekannt waren, ermitteln.

Die Videoaufnahmen sind nun Gegenstand der Ermittlungen gegen beide Jugendlichen. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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