Bombenfunde in Münster: Kampfmittel-Experten entschärfen Blindgänger!

Münster - In Münster (Nordrhein-Westfalen) hat am Morgen die Evakuierung des Stadtteils Mauritz begonnen - etwa 16.000 Bewohner müssen seit 8 Uhr ihre Wohnungen verlassen. 

An drei Stellen im Stadtteil Mauritz vermutetet die Stadt fünf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg.
An drei Stellen im Stadtteil Mauritz vermutetet die Stadt fünf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg.  © Bernd Thissen/dpa

Am späten Vormittag sollen dann an drei Stellen insgesamt fünf potenzielle Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg näher untersucht werden. 

Die Experten des Kampfmittelräumdienstes sollen die möglichen Funde anschließend gleichzeitig entschärfen.

"Es ist eine der größten Evakuierungsmaßnahmen in der bundesdeutschen Geschichte", sagte Oberbürgermeister Markus Lewe am Sonntagmorgen. 

Mehrere Notunterkünfte waren eingerichtet. 

Hochseecontainer zum Schutz aufgestellt

Ein Jogger ist im Morgenlicht auf der Warendorfer Strasse unterwegs. In Münster müssen rund 16 000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Ein Jogger ist im Morgenlicht auf der Warendorfer Strasse unterwegs. In Münster müssen rund 16 000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.  © Bernd Thissen/dpa

Zum Schutz der Bevölkerung hat die Stadt an drei Stellen mehrere mit Wasser befüllte Hochseecontainer aufgestellt.

Sie sollen Schutz vor Druckwellen bieten, falls die Bomben detonieren.

Update, 13.30 Uhr: Bomben sind entschärft

Die Feuerwerkerin Barbara Bremmer zeigt neben Markus Lewe (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Münster, die Zünder von zwei entschärften Weltkriegsbomben.
Die Feuerwerkerin Barbara Bremmer zeigt neben Markus Lewe (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Münster, die Zünder von zwei entschärften Weltkriegsbomben.  © Bernd Thissen/dpa

Nach der groß angelegten Evakuierung in einem Stadtteil von Münster haben Kampfmittel-Experten zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Die Entschärfung sei erfolgreich gewesen, teilte die Stadt Münster am Sonntag mit. 

Die 16.000 von der Räumung des Stadtteils betroffenen Anwohner sollten trotzdem noch etwas warten, bevor sie in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Menschen hatten Sonntagmorgen ihre Häuser im Stadtteil Mauritz verlassen müssen. Der Kampfmittelräumdienst fand bei der lange geplanten Aktion zwei 125 und 250 Kilogramm schwere Blindgänger.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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