Facebook-Video sorgt für Aufregung: Hundebesitzer mit vorgehaltener Waffe kontrolliert

Wien (Österreich) - Eskaliert die Corona-Krise in Österreich jetzt etwa bei Polizei und Bevölkerung? 

Was geschieht hier gerade wirklich?
Was geschieht hier gerade wirklich?  © Facebook/Screenshot/Georg Z.

Am Sonntag kursiert ein Facebook-Video, das hohe Wellen schlägt. Es zeigt die Polizeikontrolle eines Mannes, der auf der Wiener Donauinsel mit vorgehaltener Waffe kontrolliert wird.

Hat die Wiener Polizei jetzt schon so große Angst vor dem Coronavirus, dass sie normale Passanten mit der Pistole bedrohen muss?

Nein, teilen die Beamten auf Twitter mit und schreiben am Sonntagmittag:

"Die Amtshandlung ereignete sich bereits am 10.03.2020, weil unsere Kollegen einen Läufer mit einem nicht angeleinten Hund wahrgenommen haben. – Zwischen den derzeitigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus und der AH besteht daher kein Zusammenhang!"

Die Polizei teilt unter anderem auch noch Folgendes mit: "Erst nach dreimaliger Aufforderung, den Hund anzuleinen und stehenzubleiben, folgte der Hundehalter der Anweisung unseres Kollegen. Bereits zuvor brachte dieser aufgrund des nichtangeleinten Hundes, seine Dienstwaffe in die aufmerksame Sicherungshaltung."

Dieses Video sorgt für Wirbel in Österreich

Dieses Video sorgt also in Zusammenhang mit dem Coronavirus für einen falschen Eindruck. Die Wiener Polizei schreibt an den Hundebesitzer: "Um einer allfälligen Beschwerde nachgehen zu können, ist es notwendig, dass sich der Hundehalter bei uns meldet. Dies geht am einfachsten unter polizei-info-wien@polizei.gv.at od. 01-3131078900."

Und wieder einmal zeigt sich: Das Video und die damit verknüpfte Darstellung sind zwei Paar verschiedene Schuhe. Das bestätigt sich auch daran, dass TAG24 zum korrekten Zeitpunkt über den Vorfall berichtete

Titelfoto: Facebook/Screenshots/Georg Z.

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