Fässer voller Gift! Polizisten sind schockiert, als sie Lkw kontrollieren

Koblenz/Dierdorf - Ein Sattelzug, der am Dienstagvormittag auf einem Parkplatz an der Autobahn 3 bei Dierdorf nördlich von Koblenz stand, erregte die Aufmerksamkeit der Polizei. Die Beamten waren fassungslos, als sie den als Gefahrguttransport deklarierten Laster kontrollierten.

Die mangelhaft gesicherten Gift-Fässer in der Ladung des Sattelzugs waren laut Polizei eine Gefahr für die Allgemeinheit.
Die mangelhaft gesicherten Gift-Fässer in der Ladung des Sattelzugs waren laut Polizei eine Gefahr für die Allgemeinheit.  © Verkehrsdirektion Koblenz

Der Lkw stand am Dienstag gegen 10 Uhr auf dem Rastplatz Sessenhausen bei der A3, wie die Verkehrsdirektion Koblenz am Mittwoch berichtete.

An dem Wagen waren orangefarbene Warntafeln angebracht, die den Sattelzug als Gefahrguttransport kennzeichneten.

Die gemischte Ladung enthielt unter anderem "in einem Großgebinde und einer Vielzahl von Kartonagen über vier Tonnen eines umweltgefährdenden festen Stoffs", wie ein Sprecher erklärte.

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Außerdem transportierte der Lastwagen 14 Stahlfässer mit insgesamt zweieinhalb Tonnen "eines giftigen, organischen, flüssigen Stoffs".

Den Polizisten fiel sofort auf, dass die gefährliche Ladung insgesamt mehr als mangelhaft gesichert war.

Dies betraf insbesondere die Fässer mit der giftigen Flüssigkeit.

Mangelhaft gesicherte Gift-Fässer waren Gefahr für die Allgemeinheit

Diese waren übereinander gestapelt und hätten aufgrund bestehender Ladelücken und fehlender Spanngurte bei einer Bremsung jederzeit verrutschen oder beschädigt werden können, berichtete der Polizeisprecher weiter.

Das Gift in den Stahlfässern hätte demnach "nicht unerhebliche Berge-Maßnahmen und Gefahren für die Allgemeinheit nach sich gezogen", wäre es ausgetreten – die Beamten hatten also sehr gewichtige Gründe, dem Fahrer des Lkws die Weiterfahrt zu untersagen.

Außerdem bemängelten die Polizisten, dass eine der orangefarbenen Warntafeln nicht den Vorschriften gemäß an dem Sattelzug befestigt war.

Ermittlungen gegen Fahrer, Verlader und Auftraggeber

Erst nachdem der Fahrer seine Ladung ausreichend gesichert und die bemängelte Warntafel ordnungsgemäß befestigt hatte, durfte der Mann die Fahrt mit der brisanten Fracht fortsetzen.

Sowohl gegen ihn als auch gegen seinen Auftraggeber und den Verlader des Gefahrguts ermittelt nun die Polizei.

Titelfoto: Verkehrsdirektion Koblenz

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