Fahrrad diebstahlsicher abstellen: 6 Tipps von der Polizei

Deutschland - Fahrrad abgeschlossen, Lampen in die Tasche gesteckt und am nächsten Morgen ist das Rad trotzdem nicht mehr da. Standard in Deutschlands Hochburgen wie Köln, Hamburg und Berlin.

Carsten Bünger, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Harburg.
Carsten Bünger, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Harburg.  © Polizeiinspektion Harburg

Insgesamt wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) in Deutschland 2019 rund 278.000 Fahrräder gestohlen. 

In Berlin gab es 28.711 erfasste Fälle, in Hamburg 12.078 und in Köln 6832. Nur ein minimaler Prozentsatz der Straftaten wurden aufgeklärt (Quelle: Statista). 

Nach Angaben der Polizei Harburg, bedeutet das: stündlich wurden bundesweit etwa 32 Fahrräder gestohlen. Die Zahl klingt enorm. Ist sie auch. Aber: Im Zehnjahresvergleich sei die Zahl der Diebstähle immerhin um 20 Prozent gesunken.

Fahrradfahrer kennen das Risiko, wissen aber oft nicht, was zu tun ist, außer ihren Drahtesel mit einem herkömmlichen Schloss zu sichern. Eine Garage steht nun mal, gerade in den Ballungszentren, nicht jedem zur Verfügung.

Das weiß natürlich auch die Harburger Polizei und hat vor kurzem eine Pressemitteilung zur Diebstahlprävention veröffentlicht. 

Tipps vom Profi

Mehr oder weniger gut geparkten Fahrräder. (Symbolbild)
Mehr oder weniger gut geparkten Fahrräder. (Symbolbild)  © 123RF/Brinja Schmidt

Carsten Bünger, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Harburg, hat für Euch folgende Tipps zusammengestellt:

  • Hochwertige und stabile Fahrradschlösser benutzen. Richtwert: ca. 10 Prozent des Kaufpreises des Fahrrads investieren.
  • Mehrere Schlösser pro Fahrrad benutzen, sodass Vorder- und Hinterrad (gegebenenfalls Akku) angeschlossen sind.
  • Fahrrad an Bügeln oder Laternenmasten anschließen, nicht nur abschließen.
  • Das Fahrrad nicht lange unbeaufsichtigt abstellen.
  • Wenn es möglich ist, Fahrradboxen nutzen.
  • Fahrraddaten in einem Fahrradpass oder Ähnlichem notieren.

Außerdem gibt es mittlerweile die Möglichkeit, einen GPS-Tracker unauffällig am Fahrrad zu montieren, so Carsten Bünger.

Dieser verhindere zwar keinen Diebstahl, kann aber dafür sorgen, dass das gestohlene Fahrrad schneller und/oder überhaupt ausfindig gemacht werden kann.

Titelfoto: 123RF/Brinja Schmidt, Polizeiinspektion Harburg

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