Mit einem simplen Trick: Falsche Polizeibeamte knöpfen Seniorin 15.000 Euro ab!

Bergisch Gladbach - Eine Seniorin (93) aus Bergisch Gladbach ist am Donnerstag Opfer von Trickbetrügern geworden. Die Täter gaben sich als falsche Polizeibeamte aus und erbeuteten so circa 15.000 Euro.

Circa 15.000 Euro erbeuteten die Trickbetrüger von der 93-jährigen Seniorin. Sie hatten sich ihr gegenüber als falsche Polizisten ausgegeben.
Circa 15.000 Euro erbeuteten die Trickbetrüger von der 93-jährigen Seniorin. Sie hatten sich ihr gegenüber als falsche Polizisten ausgegeben.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bergisch Gladbacherin gab an, an besagtem Tag zunächst einen entsprechenden Anruf von falschen Polizeibeamten erhalten zu haben.

Diese erzählten ihr demnach, dass Einbrecher es auf ihre Wertsachen abgesehen hätten und man deshalb nun in ihr Haus müsse, um Fotos zu schießen und Fingerabdrücke sicherzustellen.

Der Tatzeitpunkt lag laut Polizeiangaben zwischen 14 und 15 Uhr. Während einer der Täter die 93-Jährige am Telefon ablenkte, besuchte der andere die Frau zu Hause. Auch er gab sich als Polizist aus.

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Die Bergisch Gladbacherin fühlte sich von den Männern so massiv unter Druck gesetzt, dass sie schließlich mehrere Umschläge mit Bargeld auf einen Tisch legte, damit der vermeintliche Polizist Fotos davon machen konnte. Der falsche Polizist nutzte die Gunst der Stunde, schnappte sich die Umschläge und flüchtete mit seiner Beute.

Den mutmaßlichen Täter beschrieb die Betrogene als männlich, zwischen 20 und 25 Jahre alt und von normaler Statur. Er hatte dunkle kurze Haare, braune Augen und trug zum Tatzeitpunkt dunkle Klamotten. Hinweise nimmt die Polizei Rheinberg unter der Rufnummer 022022050 entgegen.

Bei Fake-Anruf: So soll im Verdachtsfall gehandelt werden

Falls Du selbst einen Fake-Anruf erhältst, empfiehlt die Polizei unter anderem, unbekannten Personen niemals Auskünfte über Vermögensverhältnisse zu machen. (Symbolfoto)
Falls Du selbst einen Fake-Anruf erhältst, empfiehlt die Polizei unter anderem, unbekannten Personen niemals Auskünfte über Vermögensverhältnisse zu machen. (Symbolfoto)  © Friso Gentsch/dpa

Solltest Du selbst einen solchen Anruf erhalten, empfiehlt die Polizei Folgendes:

  • Lasse Dir den Namen des Anrufers nennen, lege auf, rufe Deine örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildere den Sachverhalt.
  • Gib unbekannten Personen niemals Auskünfte über Deine Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Öffne unbekannten Personen nicht die Tür.
  • Ziehe eine Vertrauensperson hinzu.
  • Übergib niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

Wenn Du Opfer eines solchen Anrufes geworden bist, wende Dich in jedem Fall an Deine örtliche Polizeibehörde und erstatte eine Anzeige. Nur so können weitere Taten in Zukunft vermieden werden.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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