Vermisste Mutter und ihr Sohn (3) wohlbehalten angetroffen

Meckenheim/Rhein-Sieg-Kreis - Die Bonner Polizei hat einen 39-jährigen Mann aus Ratingen wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung festgenommen.

Wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung hat die Polizei einen Mann (39) aus Ratingen festgenommen. Er soll seine Frau (34) und seinen Sohn (3) verschleppt haben.
Wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung hat die Polizei einen Mann (39) aus Ratingen festgenommen. Er soll seine Frau (34) und seinen Sohn (3) verschleppt haben.  © Polizei Bonn

Er stehe unter dem Verdacht, am Donnerstagvormittag in Meckenheim seine getrennt lebende 34 Jahre alte Ehefrau und den gemeinsamen dreijährigen Sohn gegen deren Willen in ein Auto gezogenen zu haben und mit ihnen weggefahren zu sein.

Der Tatverdächtige sei am Nachmittag in seiner Wohnung in Ratingen vorläufig festgenommen worden, berichtete die Polizei.

Die Suche nach der Ehefrau und dem Kind dauerten an.

Vor Ort hätten sich Hinweise ergeben, dass der Tatverdächtige möglicherweise von zwei bislang unbekannten Frauen unterstützt worden sei.

Update, 21 Uhr: Polizei bittet um Hinweise

Am Abend teilte die Polizei mit, dass umfangreichen Ermittlungen bislang keine Hinweise auf den Aufenthaltsort von Mutter und Sohn ergeben hätten.

Die Beamten bitten daher dringend um Mithilfe aus der Bevölkerung und fragen: "Wer hat die beiden im Laufe des Donnerstags nach 9 Uhr gesehen?"

Hinweise nehmen die Ermittler unter der Rufnummer 0228 15-0 entgegen.

Update, 11. Juni, 8.55 Uhr: Mutter und Sohn weiter vermisst

Im Fall der möglichen Freiheitsberaubung fehlt weiter jede Spur von einer 34-Jährigen und ihrem dreijährigen Sohn. Die Suche nach den beiden dauere an, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitagmorgen.

Update, 15. Juni, 16.40 Uhr: Mutter und Sohn wohlbehalten aufgetaucht

Die Mutter und ihr Sohn sind am gestrigen Montag wohlbehalten im Kosovo von der örtlichen Polizei angetroffen worden. Das teilte die Bonner Polizei am Dienstag mit.

Es gäbe entgegen der ursprünglichen Befürchtung keine Hinweise auf eine aktuelle Gefährdung oder Verletzungen der beiden. Die 34-Jährige soll angegeben haben, dass sie sich freiwillig im Kosovo bei einem Familienangehörigen aufhält.

"Ungeachtet dieser Feststellungen werden die Ermittlungen von Polizei und der Staatsanwaltschaft Bonn wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung weitergeführt", erklärte ein Polizeisprecher. Es gäbe Hinweise auf mögliche Tatbeteiligte.

Titelfoto: Polizei Bonn

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