Mann bedroht Beamte mit Messer und attackiert sie mit Hammer: Erst ein Warnschuss beendet alles

Dachau - Es ist eine beängstigende Vorstellung: Ein offensichtlich verwirrter Mann (36), der ein Messer und einen Hammer bei sich hatte, hat mehrfach an einer fremden Haustür geklingelt. Der Bewohner reagierte, rief die Polizei.

Die Polizei musste zu einem Einsatz ausrücken, der es in sich hatte. Erst ein Warnschuss konnte eine Festnahme ermöglichen. (Symbolbild)
Die Polizei musste zu einem Einsatz ausrücken, der es in sich hatte. Erst ein Warnschuss konnte eine Festnahme ermöglichen. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wie die Beamten am Freitagnachmittag mitteilten, war es am Vortag gegen 17.20 Uhr in der Johann-Teufelhart-Straße in Dachau zu dem Zwischenfall gekommen. Demnach machte sich unmittelbar nach dem Notruf eine uniformierte Streife auf den Weg und traf den Störenfried entsprechend an.

Auf eine Ansprache sollte eine Personenkontrolle folgen, als der Mann unvermittelt die Flucht antrat. Als dies nicht gelang, bedrohte er die Beamten mit dem mitgeführten Messer sowie dem Hammer.

Ein alarmiertes Großaufgebot der Polizei inklusive angerückter Unterstützung der benachbarten Dienststellen sowie darüber hinaus auch einer Diensthundeführerin konnte den erneut Flüchtigen, der das Messer bereits weggeworfen hatte, laut Mitteilung auf einem Feld im Bereich der Kufsteiner Straße abseits der Wohnanlagen letztlich umstellen.

Noch immer mit dem Hammer bewaffnet griff der Mann die Beamten und ferner den eingesetzten Diensthund ein ums andere Mal an. Auch der Einsatz von Pfefferspray blieb zunächst erfolglos.

Erst ein Warnschuss in die Luft konnte schließlich dafür sorgen, dass der 36-Jährige aufgab und sich festnehmen ließ.

Mann nach Festnahme in Fürstenfeldbrucker Spezialklinik untergebracht

Trotz der gefährlichen Situation wurde bei dem Polizeieinsatz im Freistaat niemand verletzt. Die genauen Tatmotive sind bislang noch unklar. Die Ermittlungen der Beamten der Polizeiinspektion Dachau zu den Hintergründen dauern derzeit an.

Der gefasste Karlsfelder, gegen den unter anderem Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie auch Bedrohung eingeleitet wurden, wurde laut Polizeiangaben vorläufig nach dem Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz in einer Fürstenfeldbrucker Spezialklinik in Bayern untergebracht.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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