Als Flughafen-Mitarbeiter dieses Gepäckstück sehen, wird ihnen angst und bange

Frankfurt am Main - Schrecksekunde für die Mitarbeiter der Gepäckabfertigung am Flughafen in der hessischen Mainmetropole Frankfurt. In einem Koffer entdeckten sie am Dienstagabend ein Gepäckstück der ziemlich ausgefallenen Art. Letztlich musste der Entschärftungsdienst der Bundespolizei anrücken.

Bei der vermeintlichen Handgranate handelte es sich um eine sogenannte "Steampunk-Skulptur".
Bei der vermeintlichen Handgranate handelte es sich um eine sogenannte "Steampunk-Skulptur".  © Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main

Wie ein Sprecher der Bundespolizeidirektion des größten deutschen Verkehrs-Airports am Mittwochmittag berichtete, habe sich der Vorfall am Vorabend gegen 17.15 Uhr während der Gepäckabfertigung für einen Flug in Richtung der US-amerikanischen Hauptstadt Washington ereignet.

In einem der Koffer entdeckte ein Mitarbeiter plötzlich einen Gegenstand, der einer Handgranate scheinbar zum Verwechseln ähnlich sah - Panik machte sich breit. Umgehend alarmierten die schockierten Flughafen-Mitarbeiter den zuständigen Entschärfungsdienst der Bundespolizei, der sich direkt nach seiner Ankunft ein genaues Bild der Lage machte.

Zuvor hatten Beamte den betroffenen Bereich weiträumig abgesperrt und der betroffenen Maschine, die sich bereits auf dem Rollfeld befand, Startverbot. Zudem wurde der zuständige Kapitän über den Stand der Dinge in Kenntnis gesetzt.

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Nach kurzer Zeit herrschte dann aber glücklicherweise Erleichterung. Nach der Inspektion konnten die Sprengstoff-Experten Entwarnung geben und mitteilen, dass es sich bei dem vermeintlich explosiven Gepäckstück lediglich um einen Teil einer sogenannten "Steampunk-Skulptur" handelte.

In diese war eine Handgranate, die zuvor jedoch unbrauchbar gemacht worden war, kunstvoll eingearbeitet. Eine Gefahr bestand somit zu keiner Zeit. Doch was war eigentlich mit dem Besitzer des Kunstwerkes?

Besitzer der vermeintlich explosiven Skulptur saß nichtsahnend im Flieger

Das Gepäckstück sorgte letztlich dafür, dass der Entschärfungsdienst am Flughafen in Frankfurt am Main anrücken musste.
Das Gepäckstück sorgte letztlich dafür, dass der Entschärfungsdienst am Flughafen in Frankfurt am Main anrücken musste.  © Montage: DPA/Boris Rössler, Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main

Wie die Ermittler berichteten, saß der 56 Jahre alte US-Amerikaner bereits seelenruhig im Flugzeug und bemerkte somit nichts von dem Trubel um sein Gepäck. Mit einer 85-minütigen Verspätung konnten er und die weiteren Passagiere dann endlich in Richtung USA abheben.

Auf seinen Koffer wird der 56-Jährige jedoch ein Weilchen länger warten müssen.

Titelfoto: Montage: DPA/Boris Rössler, Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main

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