Gruppenvergewaltigung in Holzhütte auf Spielplatz: Männer erneut vor Gericht

Frankfurt am Main - Die Gruppenvergewaltigung einer 38-Jährigen wird vom Freitag (9.15 Uhr) an zum zweiten Mal vor dem Landgericht Frankfurt verhandelt.

Die mutmaßlichen Täter sollen der Frau aufgelauert haben (Symbolfoto).
Die mutmaßlichen Täter sollen der Frau aufgelauert haben (Symbolfoto).  © 123rf/Udo Herrmann

Den zum Tatzeitpunkt zwischen 15 und 18 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen, der Frau aus Schwalbach (Main-Taunus-Kreis) im September 2011 aufgelauert und sie nacheinander in einer Holzhütte an einem Spielplatz vergewaltigt zu haben.

Bereits 2018 mussten sich die Angeklagten vor der Jugendstrafkammer verantworten. Sie bestritten die Vorwürfe energisch. 

Der Prozess wurde nach mehreren Monaten Verhandlung ausgesetzt, um ein Glaubwürdigkeitsgutachten über die Aussage der Frau einzuholen. 

Für den neuen Prozess sind vorerst sechs Verhandlungstage bis Ende April geplant.

Angeklagte bestreiten Vorwurf

Update 15.20 Uhr:  Achteinhalb Jahre nach der Tat müssen sich seit Freitag zum zweiten Mal fünf Männer wegen des Vorwurfs einer gemeinsam begangenen Vergewaltigung einer Frau vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. 

Der Anklage zufolge wurde die damals 38-Jährige im September 2011 in einer Holzhütte an einem Spielplatz in Schwalbach (Main-Taunus-Kreis) zu sexuellen Handlungen an allen Angeklagten gezwungen. Später offenbarte sie sich der Polizei und beschuldigte die damals zwischen 15 und 18 Jahre alten Männer.

Ein erster Prozess musste im Sommer 2018 abgebrochen werden, weil zur Glaubwürdigkeit der Aussage des Opfers ein zusätzliches Gutachten erforderlich wurde. Die Angeklagten hatten seinerzeit jede Gewaltanwendung bestritten und die Ereignisse in dem Holzhaus stattdessen als einvernehmliche Begegnung dargestellt. Die Frau habe sich mit sexuellen Diensten dafür erkenntlich gezeigt, zuvor von den Männern mit Marihuana versorgt worden zu sein. Auch zu Beginn des zweiten Prozesses machten die Angeklagten ähnliche Aussagen.

Die Jugendstrafkammer hat vorerst fünf weitere Verhandlungstage bis Ende April terminiert. Zunächst soll auch das mutmaßliche Opfer noch einmal im Zeugenstand aussagen. Die zentrale Rolle in dem Prozess spielt allerdings ein sogenanntes aussagepsychologisches Gutachten.

Der Fall wird vor dem Landgericht Frankfurt verhandelt (Symbolfoto).
Der Fall wird vor dem Landgericht Frankfurt verhandelt (Symbolfoto).  © Fredrik von Erichsen/dpa

Titelfoto: 123rf/Udo Herrmann

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