Obdachloser Asylbewerber fährt schwarz und schließt sich in Zug-Klo ein: Dann eskaliert die Situation richtig

Frankfurt am Main - Heftige Auseinandersetzung zwischen Bundespolizisten der Stadt Frankfurt am Main und einem wohnsitzlosen Asylbewerber am Dienstag am Bahnhof nahe des Frankfurter Flughafens!

Für die Beamten der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen kam es am Dienstag zu einem heiklen Einsatz. (Symbolfoto)
Für die Beamten der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen kam es am Dienstag zu einem heiklen Einsatz. (Symbolfoto)  © dpa/Boris Rössler

Wie ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion am Flughafen Frankfurt am Donnerstagnachmittag mitteilte, sei der 20-Jährige aus Guinea am 6. Oktober (Dienstag) in einem ICE aus Köln kommend in Richtung Frankfurt unterwegs gewesen.

Bei der Fahrkartenkontrolle durch einen Zugbegleiter fiel auf, dass der junge Mann über kein gültiges Ticket verfügte. In der Folge wurde er dazu aufgefordert, den Zug zu verlassen. Diese Ansage passte dem 20-Jährigen scheinbar so gar nicht.

Seine Reaktion: Er flüchtete auf die Zug-Toilette und schloss sich in selbiger vorerst ein. 

Erst eine alarmierte Streife der Bundespolizei konnte sich am Bahnhof des Frankfurter Flughafens Zutritt zu der Kabine verschaffen. 

Scheinbar wusste der junge Asylbewerber jedoch bereits, was ihn erwartet und so griff er die Beamten unmittelbar nach dem Öffnen der Tür an.

Dabei verteilte er Tritte und Schläge in alle Richtungen und konnte nur mit größter Mühe von den Polizisten, die mittlerweile Verstärkung erhalten hatten, unter Kontrolle gebracht werden. Schließlich zog der 20-Jährige aber dann doch den Kürzeren in der Auseinandersetzung.

Er wurde von den Ordnungshütern letztlich aus dem Zug geschafft, gefesselt und zur nächstgelegenen Polizeiwache gebracht. 

Auch hier leistete er weiterhin gewaltigen Widerstand. In seinem Zorn verpasste er insgesamt drei Beamten Hautabschürfungen und Prellungen. Gegen den obdachlosen Asylbewerber wurden Verfahren wegen des Erschleichens von Leistungen, Körperverletzung sowie Widerstand und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Am Mittwoch wurde der 20-Jährige dem Haftrichter vorgeführt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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