Polizei will nach Unfall mit Taxi ermitteln, plötzlich umringt sie ein wütender Mob

Frankfurt am Main - Wenige Stunden vor den Krawallen am Opernplatz kam es in der Mainmetropole Frankfurt bereits am Samstag zu einer brenzligen Situation für eine Streife der Polizei.

Beamte einer Beweisicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) im Einsatz (Symbolbild).
Beamte einer Beweisicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) im Einsatz (Symbolbild).  © dpa/Boris Rössler

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, sei es am frühen Samstagmorgen (18. Juli) gegen 3.20 Uhr in der Sachsenhäuser Paradiesgasse zu einem Auffahrunfall zwischen einem Autofahrer aus Rüsselsheim und einem Taxifahrer gekommen.

Zuvor hatte der Rüsselsheimer ersten Ermittlungen zufolge verbotenerweise in einer Bus-Spur gehalten, beim Anfahren touchierte der 32-Jährige dann das Taxi - beide Unfallbeteiligten verließen ihre Fahrzeuge, der Fahrer der Autodroschke versuchte daraufhin die Polizei zu verständigen.

Doch bei diesem Versuch blieb es, da ihm der 32-Jährige zunächst das Handy aus der Hand und dem Taxifahrer dann wie aus dem Nichts ins Gesicht. 

Kurz darauf traf dann eine Streife der Frankfurter Polizei am Ort des Geschehens ein, was dem Rüsselsheimer wohl so gar nicht passte.

Beim Versuch ihn zum Sachverhalt zu befragen und ihn festzusetzen trat er nach den Beamten und beschimpfte sie wüst. 

Dies lenkte wohl die Aufmerksamkeit von eigentlich unbeteiligten Person auf das Geschehen. In kürzester Zeit bildete sich eine Menschentraube von rund 50 Personen rund um die Polizisten, die von dem Mob bedrängt und eingekesselt wurden. 

Erst das Eintreffen von verstärkten Polizeikräften konnte die Lage beruhigen. Schließlich ging es für den 32-jährigen Unfallverursacher dann doch mit aufs Revier, welches er nach der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen konnte.

Keine 24 Stunden später war es dann am Frankfurter Corona-Party-Hotspot Opernplatz zu verheerenden Ausschreitungen zwischen Feiernden und der Polizei gekommen. Unter anderem seien Flaschen in Richtung der Beamten geflogen, fünf Polizisten wurden bei dem Vorfall verletzt (TAG24 berichtete).

Insgesamt seien 39 Menschen festgenommen worden. Die Stadt Frankfurt reagierte am Montag mit der Verhängung einer am Freitag und Samstag ab Mitternacht geltenden Sperrstunde.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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