Frau (56) glaubt, sie leidet unter Fluch, wenig später folgt das böse Erwachen

Kaiserslautern - Das hatte sich die Dame sicherlich anders vorgestellt. Während sie lediglich darauf hoffte vor vermeintlichen bösen Geistern bewahrt zu werden, nutzten dies dreiste Betrügerinnen in Form einer angeblichen Fluch-Austreibung eiskalt aus. Außerdem drängt sich dennoch eine zentrale Frage auf.

Nach der angeblichen Fluch-Austreibung in der Innenstadt von Kaiserslautern ermittelt jetzt die Polizei. (Symbolfoto)
Nach der angeblichen Fluch-Austreibung in der Innenstadt von Kaiserslautern ermittelt jetzt die Polizei. (Symbolfoto)  © Montage: 123RF/liudmilachernetska, 123RF/Jörg Hüttenhölscher

Bereits am Dienstag kam es in der rheinland-pfälzischen Metropole Kaiserslautern zu einem überaus dreisten Betrugsfall zum Nachteil einer Frau, die um einen gewaltigen Batzen Geld erleichtert wurde. Mittlerweile ist der Vorfall eine Polizeiangelegenheit.

Doch was war genau geschehen? Wie ein Sprecher der Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz erst am Freitagnachmittag berichtete, schlenderte die 56 Jahre alte Betroffene drei Tage zuvor nichtsahnend durch die Kaiserslauterer Innenstadt, als sie urplötzlich von zwei ihr völlig unbekannten Frauen angesprochen wurde.

Diese machten ihr auf wohl ziemlich überzeugende Art und Weise glauben, dass sie von einem Fluch besessen sei, den nur die beiden Frauen von ihr nehmen könnten. Die Lösung hierfür klang für die Betroffene wohl ebenso überzeugend, wie sie simpel war.

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Lediglich Salz, Wasser sowie ein entscheidender Bestandteil - nämlich das Geld der 56-Jährigen - seien von Nöten gewesen, um das Verderben von ihr zu nehmen. Somit fackelte die Frau nicht lange und packte gleich mehrere Tausend Euro in ein von den vermeintlichen Retterinnen bereit gestelltes Küchenhandtuch.

Nachdem das Ritual durchgeführt war, wiesen die Fluch-Vertreiberinnen ihren Schützling dazu auf, das Tuch erst zwei Wochen später wieder zu öffnen, um die Zeremonie erfolgreich abzuschließen. Doch bereits zwei Tage nach dem vermeintlich schicksalhaften Aufeinandertreffen kamen der 56-Jährigen dann doch erste Zweifel, die von einem bösen Erwachen begleitet wurden.

Fluchaustreibung hat für 56-jährige Frau ein übles Nachspiel - jetzt ermittelt die Polizei

Denn anstatt ihres hart ersparten Bargelds fand die "Verfluchte" lediglich wertlose Servietten in dem Küchenhandtuch vor. Warum sie nicht umgehend skeptisch wurde, als sie von den ihr unbekannten Frauen angesprochen wurde, wird wohl eine Frage bleiben, die nicht nur sie langfristig begleiten wird.

Mittlerweile wandte sich die Geprellte an die Polizei, die die weiteren Ermittlungen aufgenommen hat.

Titelfoto: Montage: 123RF/liudmilachernetska, 123RF/Jörg Hüttenhölscher

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