Frau meldet Männer mit Maschinengewehren am Flughafen: Als die Polizei eintrifft, ist alles ganz anders

Frankfurt am Main - Männer mit Maschinengewehren im Anmarsch auf den Flughafen in der hessischen Mainmetropole Frankfurt? Das dachte zumindest eine aufmerksame Zeugin und meldete ihre Eindrücke umgehend der Polizei. Die rückte mit einem Großaufgebot an, klärte aber ein gewaltiges Missverständnis auf.

Am Samstagmorgen rückte die Polizei nahe des Frankfurter Flughafens an um mutmaßlich bewaffnete Männer aufzuspüren. Dabei handelte es sich jedoch lediglich um sogenannte "Planespotter". (Symbolfoto)
Am Samstagmorgen rückte die Polizei nahe des Frankfurter Flughafens an um mutmaßlich bewaffnete Männer aufzuspüren. Dabei handelte es sich jedoch lediglich um sogenannte "Planespotter". (Symbolfoto)  © Montage: DPA/Boris Rössler, Andreas Arnold

Doch was war genau vorgefallen? Darüber klärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Frankfurt am Main am Sonntagnachmittag auf. Demnach habe sich tags zuvor eine Autofahrerin telefonisch bei den Ermittlern gemeldet, während sie auf der Autobahn 3 in Richtung Würzburg unterwegs gewesen war.

Die 54-Jährige war der festen Überzeugung gegen 10.15 Uhr insgesamt vier Personen im Bereich des Flughafens wahrgenommen habe, von denen zwei mit Maschinenpistolen auf die beiden anderen Menschen zielen würden.

Dies war für die Beamten Anlass genug, sich umgehend mit einem größeren Aufgebot zum gemeldeten Ort des Geschehens aufzumachen, wo sie auch schnell auf die von der Zeugin erblickten Personen trafen.

Im Bereich einer Unterführung des Hugo-Eckner-Ringes trafen die eingesetzten Streifen die vier Personen sowie die dazugehörigen Fahrzeuge an. Diese wurden umgehend einer ausgiebigen Kontrolle unterzogen.

Doch schnell wurde klar, dass von ihnen keinerlei Gefahr ausging und sich alles um ein großes Missverständnis gehandelt hatte.

Fotoobjektive statt Maschinenpistolen: "Planespotter" sorgen für Polizeieinsatz am Flughafen Frankfurt

Denn bei den vier Zeitgenossen handelte es sich lediglich um sogenannte "Planespotter", die die Flieger hobbymäßig fotografieren. Natürlich darf dabei auch das nötige Foto-Equipment nicht fehlen. Die mitunter sehr langen Objektive hielt die besorgte 54-Jährige scheinbar für Waffen. Nachdem die Personalien der vier Flugzeug-Freunde aufgenommen waren, wurde der Polizeieinsatz beendet.

Und auch wenn es sich in diesem Fall nur um falschen Alarm handelte, so lobten die Ermittler dennoch das beherzte Engagement der aufmerksamen Zeugin, die laut der Polizei vollkommen richtig gehandelt habe.

Titelfoto: Montage: DPA/Boris Rössler, Andreas Arnold

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