Frau will Hundewelpen kaufen, doch es wartet eine böse Überraschung

Ratingen - Am Freitag machte die Polizei Ratingen auf einen Fall von illegalem Welpenhandel aufmerksam und ermahnte Hunde-Liebhaber dazu, von unseriösen Käufen abzusehen.

Kein schöner Start ins Leben: Die kleinen Malteser-Welpen sollten übers Internet verhökert werden, nun sitzen sie im Tierheim.
Kein schöner Start ins Leben: Die kleinen Malteser-Welpen sollten übers Internet verhökert werden, nun sitzen sie im Tierheim.  © Polizei Mettmann

Der Fall hatte sich laut den Beamten bereits im Juli ereignet. Demnach war eine 53-jährige Frau aus Ratingen über ein Internetportal auf einen Malteser-Welpen aufmerksam geworden und entschied sich schließlich zum Kauf des Tieres.

Die Ratingerin nahm telefonisch Kontakt zu dem Anbieter auf und einigte sich mit ihm auf einen vierstelligen Verkaufspreis. Der Welpe sollte, so hatten es beide Parteien abgemacht, an der Wohnanschrift der 53-Jährigen übergeben werden.

Am 30. Juli 2021 erschien der vermeintliche Verkäufer allerdings mit einem Welpen, der dem Aussehen zufolge nicht dem Hund aus der Annonce entsprach.

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"Aufgrund der anhaltenden Fragen der Käuferin brach der Verkäufer die Verhandlung ab und versuchte, sich mitsamt dem Welpen von der Örtlichkeit zu entfernen", schilderte ein Polizeisprecher.

Die Frau griff sich schließlich den im Auto des Mannes sitzenden Welpen und rief die Polizei. Der Verkäufer floh derweil in unbekannte Richtung.

Die wenig später eingetroffenen Beamten stellten fest, dass das Tier augenscheinlich aus Mazedonien eingeführt worden war. "Zwar lag ein in diesem Fall notwendiger EU-Heimtierausweis vor, jedoch stimmten die Angaben in dem Ausweis nicht mit den Daten des gechipten Welpen überein", erklärte der Sprecher.

Weitere Ermittlungen ergaben zudem den Verdacht, dass der kleine Welpe viel zu früh von seiner Mutter getrennt worden war.

Wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und wegen des Verdachts der Urkundenfälschung leiteten die Beamten gleich mehrere Strafanzeigen gegen den Verkäufer ein, dessen Anschrift sie anhand seines Wagens ermittelten.

An der Adresse des Mannes angekommen machten die Ermittler dann einen überraschenden Fund.

Polizei warnt vor Welpen-Schmugglern

Die Polizei warnte ausdrücklich davor, Welpen aus dem illegalen Handel zu kaufen. (Symbolbild)
Die Polizei warnte ausdrücklich davor, Welpen aus dem illegalen Handel zu kaufen. (Symbolbild)  © 123RF/chalabala

In der Wohnung entdeckten sie einen weiteren Malteser-Welpen, der in einer Hunde-Transportbox gesessen hatte.

"Der Fahrzeughalter bestritt, Besitzer des Welpen zu sein und beschuldigte einen 37-jährigen Hildener, welcher bereits wegen des Verdachts des illegalen Schmuggels von Welpen kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten ist", so der Sprecher.

Schließlich wurden beide Hunde sichergestellt und in einem örtlichen Tierheim in Quarantäne genommen. Die Vierbeiner, die auf die Namen "Balou" und "Ricky" getauft wurden, bekommen nun alle notwendigen Impfungen und die Pflege, "die ihnen bisher verwehrt blieb", wie es hieß.

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Die Polizei warnte ausdrücklich davor, Welpen aus dem illegalen Handel zu kaufen: Interessenten sollten die Herkunft der Tiere vor dem Kauf stets genauestens prüfen und im Speziellen bei günstigen Annoncen aus dem Internet vorsichtig sein.

Auch mehrere Tierheime appellierten bereits mehrfach, insbesondere bei in Online-Portalen inserierten Tieren Vorsicht walten zu lassen.

Titelfoto: Polizei Mettmann

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