Neckar verschmutzt: Flüssigkeit breitet sich auf 2500 Quadratmetern aus!

Freiberg am Neckar - Großer Feuerwehreinsatz im Landkreis Ludwigsburg!

Hier ist die Wasserverschmutzung deutlich zu sehen.
Hier ist die Wasserverschmutzung deutlich zu sehen.  © Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

Am Mittwochmittag wurde ein Ölteppich auf dem Neckar zwischen Freiberg und Benningen gemeldet, berichteten die Stuttgarter Nachrichten.

Die Einsatzkräfte versuchten nun, die Verschmutzung mithilfe einer Sperre in Grenzen zu halten.

Ob es sich bei der Flüssigkeit tatsächlich um Öl handelte, war zunächst unklar. Allerdings hatte sie sich bereits auf über 25000 Quadratmetern ausgebreitet.

Ein Hubschrauber wurde außerdem eingesetzt, um die Ursache zu finden.

Bei der Quelle könnte es sich um einen Frachter handeln.

Ist dieser Frachter für die Verschmutzung verantwortlich?
Ist dieser Frachter für die Verschmutzung verantwortlich?  © Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

Update, 18.25 Uhr: Schifffahrt bei Freiberg am Neckar bleibt gesperrt

Inzwischen teilte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei gegenüber TAG24 mit, dass es sich bei der Flüssigkeit um Öl handelt. Dies gelangte aufgrund eines Fehlers des Verantwortlichen aus einem Gütermotorschiff in den Fluss. Mit Gefahren sei allerdings nicht zu rechnen, auch nicht für Fische, teilte der Polizeisprecher mit. Allerdings bleibt die Schifffahrt zwischen Freiberg und Benningen bis voraussichtlich Donnerstagvormittag gesperrt.

Update: 21. Januar

Nun liegen weitere Informationen seitens der Polizei vor.

Demnach steckt ein belgisches Gütermotorschiff hinter der Verschmutzung. "Der Schiffsführer gab an, beim Abpumpen des Wassers aus dem Wasser-Öl-Gemisch aus der Bilge des Bugstrahlmaschinenraums versehentlich auch Öl abgepumpt zu haben", schreiben die Beamten.

Insgesamt gelangten so etwa 5000 Liter Öl-Wasser-Gemisch in den Neckar. Den Schiffsführer erwartet nun eine Anzeige wegen Gewässerverunreinigung. Darüber hinaus wurde ihm die Weiterfahrt bis zur ordnungsgemäßen Entsorgung des Gefahrstoffs untersagt.

Zur Fertigung von Lichtbildern und zur Ermittlung von Ausmaß und Ursprung des Ölfilms war am Nachmittag auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Vor Ort waren außerdem Vertreter aller zuständigen Behörden, unter anderem des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Marbach und der Unteren Wasserbehörde beim Landratsamt Ludwigsburg.

Titelfoto: Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

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