Schüsse in Fulda: So kam der blutende Mann (36) zu seiner Verletzung

Fulda - In der Nacht zu Sonntag fielen im osthessischen Fulda Schüsse, die Polizei fand einen blutenden Mann (36). Am Montag wurden weitere Details zu den rätselhaften Fall bekannt.

Die Polizei fand in der Nacht zu Sonntag auf dem Aschenberg in Fulda einen verletzten Mann (Symbolbild).
Die Polizei fand in der Nacht zu Sonntag auf dem Aschenberg in Fulda einen verletzten Mann (Symbolbild).  © Montage: dpa/Alex Talash, dpa/Paul Zinken

Die Schüsse waren in einer Wohnsiedlung in Fulda gefallen. Ein 36 Jahre alter Mann wurde an der Hand verletz (TAG24 berichtete).

Am Montag veröffentlichten das Polizeipräsidium Osthessen und die Staatsanwaltschaft Fulda gemeinsam die bisherigen Ermittlungsergebnisse zu dem Vorfall – die Erklärung ist offenbar grobfahrlässiger Leichtsinn des 36-Jährigen.

Demnach war der Verletzte schwer betrunken und aggressiv, als die Polizei in blutend auf dem Fuldaer Aschenberg vorfand. Zum Glück war seine Verletzung nicht lebensgefährlich, er kam in ein Krankenhaus.

Vor der Schussabgabe war es anscheinend in einer Wohnung in der Erfurter Straße zu einem Streit gekommen. Der daran beteiligte 36-Jährige begab sich deshalb auf Zuraten seiner Freundin nach draußen auf die Straße.

"Dort schoss er aus unbekannten Gründen mit einer mitgeführten Schusswaffe mehrmals in die Luft", wie ein Sprecher erklärte.

Kurz darauf wollte der Mann anscheinend seiner Freundin zeigen, dass er wieder zur Vernunft gekommen sei. Dafür entnahm er seiner Waffe das Magazin mit den Patronen.

Schüsse auf dem Aschenberg in Fulda: Mann schießt sich selbst in die Hand

"Um zu demonstrieren, dass von der Schusswaffe keine Gefahr mehr ausgehe, hielt er sich diese im Anschluss an die linke Hand und drückte ab. Was er nicht wusste, im Patronenlager befand sich noch eine Patrone. Es löste sich ein Schuss, der den 36-Jährigen an der linken Hand verletzte", schilderte der Sprecher den weiteren Ablauf der Ereignisse.

Der 36-Jährige wird sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten müssen. Die Ermittlungen gegen den Mann dauern an.

Titelfoto: Montage: dpa/Alex Talash, dpa/Paul Zinken

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