Gefährliche neue Masche: Polizei warnt vor Corona-Schockanrufen

Görlitz/Dresden - Nach dem Enkeltrick nun der Corona-Trick? Die Polizei warnt aktuell vor einer neuen Betrugsmasche am Telefon. In Dresden und Görlitz gab es bereits mehrere Fälle.

Mehrere Täter wollten die derzeitige Corona-Situation für ihre Zwecke ausnutzen. (Symbolbild)
Mehrere Täter wollten die derzeitige Corona-Situation für ihre Zwecke ausnutzen. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Kateryna Kon/123RF

Laut Angaben der Polizeidirektion Görlitz versuchten Unbekannte mehrfach, vermeintlich ahnungslose Menschen um ihr Geld zu bringen.

Am Mittwoch gegen 12.35 Uhr bekam ein Mann in Weinhübel einen Anruf. Der unbekannte Anrufer gab sich als Doktor aus und erklärte, dass der Sohn des Angerufenen mit Corona infiziert sei und zur Behandlung nach Dresden geflogen werde.

Der Erkrankte benötige dringend ein russisches Präparat, welches allerdings mit 8000 Euro selbst finanziert werden müsse. Zum Glück ließ sich der Mann aus Weinhübel auf keine Zahlung ein und beendete das Gespräch.

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Ein weiterer Vorfall geschah am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr in Dresden. Dabei sollte eine 79-jährige Frau betrogen werden.

Der Anrufer gab sich als Enkel aus und behauptete, an Corona erkrankt zu sein und in einer Klinik zu liegen.

Danach gab er den Hörer an einen vermeintlichen Arzt weiter, welcher erklärte, dass der Enkel sterben würde - es sei denn, er würde rechtzeitig mit einem noch nicht zugelassenen Medikament behandelt. Dies würde jedoch 150.000 Euro kosten.

Auch die Dresdnerin handelte richtig und rief ihren echten Enkel an, um sich zu vergewissern. Es kam zu keinem Vermögensschaden.

Die Polizeidirektionen Görlitz und Dresden warnen vor der neuen Corona-Betrugsmasche. (Symbolbild)
Die Polizeidirektionen Görlitz und Dresden warnen vor der neuen Corona-Betrugsmasche. (Symbolbild)  © Tobias Arhelger/123RF

Damit dies auch in Zukunft so bleibt, warnt die sächsische Polizei die Bevölkerung nun vor den neuen Coronatricks. Solltet Ihr angerufen und aufgefordert werden, Geld gegen angebliche Medikamente zu zahlen, beendet das Gespräch und meldet es der Polizei. Sprecht auch mit Euren Eltern und Großeltern und warnt sie davor, auf Geldforderungen einzugehen.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Kateryna Kon/123RF

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