Gefahr für die Tiere: Landwirt darf wegen Party-Chaoten Ernte wegwerfen!

Heroldstatt - Wegen rücksichtslosen Feier-Chaoten kann ein Bauer aus dem Alb-Donau-Kreis seine Ernte wegwerfen!

Feierwütige haben Glasflaschen in die Wiese geworfen, die nun voller Scherben ist. Und somit unbrauchbar. (Symbolbild)
Feierwütige haben Glasflaschen in die Wiese geworfen, die nun voller Scherben ist. Und somit unbrauchbar. (Symbolbild)  © David Ebener/dpa

Der Landwirt bewirtschaftet unter anderem eine Wiese im Gewann Seißenlehr an der Grenze zum Hagsbuch, wie die Polizei mitteilt. Diese Wiese nahe der B28 liegt in einem Wald.

Am Dienstag vergangener Woche mähte der Bauer die Wiese, wollte das Gras als Silage einlagern, um später sein Vieh zu füttern.

Dabei musste er jedoch erkennen, dass das Gras unbrauchbar war. Schuld daran sind unbekannte Party-Chaoten!

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"Denn in den vergangenen Wochen haben Unbekannte wohl viele Flaschen auf seine Wiese geworfen", schreiben die Beamten. Und damit nicht genug: "Sie haben auch eine wilde und damit unerlaubte Grillstelle angelegt."

Die Feierwütigen tranken vor allem Bier und Vodka, pfefferten die Flaschen ins Gras. Spätestens beim Mähen gingen sie dann zu Bruch.

"Die Glassplitter sind für Tiere natürlich äußerst gefährlich", heißt es weiter. "Wild- wie Nutztiere können daran sogar qualvoll verenden, weshalb das Gras nicht mehr verwendet werden kann. Die Scherben lassen sich auch nicht aus dem Gras sortieren."

Polizei sucht Zeugen und appelliert an Bevölkerung

Nun sitzt der Bauer im wahrsten Sinne des Wortes auf einem Scherbenhaufen: Ohne Ernte-Ertrag und belastet mit hohen Folgekosten.

Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen, die möglicherweise die Verursacher oder auch nur deren Lagerfeuer im Wald gesehen haben. Diese werden gebeten, sich unter der Rufnummer Hinweis-Telefon: 07333/950-960 zu melden.

Die Ordnungshüter nutzen die Gelegenheit auch für einen Appell: "Müll gehört nicht in die Natur. In Wald und Flur kann er für Pflanzen und Tiere sehr gefährlich werden. Deshalb ist es auch verboten, den Müll einfach in die Gegend zu werfen. Dafür drohen teils hohe Bußgelder."

Die Beamten mahnen: "Wer Dinge mit in die Landschaft nimmt, kann sie auf demselben Weg wieder nach Hause nehmen und dort entsorgen."

Titelfoto: David Ebener/dpa

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