Geldautomaten-Sprengungen steigen - Polizei meckert: "Die Banken tun nicht genug"

Osnabrück - Eine Bank überfallen und den Geldautomaten knacken - das soll in letzter Zeit wieder häufiger vorkommen. Die Polizei will besseren Schutz der Banken.

Die Sprengung eines Geldautomaten ist kein Kinderspiel, sondern kann brandgefährlich sein: Häufig werden dadurch sogar Unbeteiligte verletzt.
Die Sprengung eines Geldautomaten ist kein Kinderspiel, sondern kann brandgefährlich sein: Häufig werden dadurch sogar Unbeteiligte verletzt.  © Julian Stratenschulte/dpa

Die Zahlen steigen, was Geldautomaten-Sprengungen angeht. Daher fordert der Osnabrücker Polizeipräsident Michael Maßmann bessere Schutzmaßnahmen.

Bei der Prävention sollten sich die Banken und Sparkassen in Deutschland ein Beispiel an den Niederlanden nehmen, sagte Maßmann.

Dort seien die Zugänge zu den Automaten erschwert worden, ihre Zahl reduziert und die Geldbestände verringert worden.

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Weil die Niederländer mehr für die Prävention getan hätten, seien die Täter inzwischen auf Deutschland ausgewichen.

"Die Banken tun nicht genug, die passive Sicherheit der Automaten könnte deutlich erhöht werden", sagte Maßmann.

Zwar hätten die Banken in den vergangenen Jahren schon einiges für die Verbesserung der Sicherheit der Automaten getan. Angesichts der immer zahlreicher und auch gefährlicher werdenden Straftaten reiche das allerdings nicht mehr aus.

Ihm wäre wohler, wenn der Gesetzgeber verbindliche Regeln einführen würde, sagte Maßmann. Inzwischen verwenden die zu zwei Dritteln aus den Niederlanden stammenden Täter immer öfter Festsprengstoff und gefährden das Leben auch von Unbeteiligten.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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