Brüder dealen mit Hunderten Kilo Marihuana: Neun Jahre Knast!

Cottbus - In einem der größten Drogen-Prozesse der vergangenen Jahre in Brandenburg sind zwei Hauptangeklagte am Montag vor dem Landgericht Cottbus zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. 

In Cottbus wurden zwei Brüder zu neun Jahren Haft verurteilt (Symbolbild).
In Cottbus wurden zwei Brüder zu neun Jahren Haft verurteilt (Symbolbild).  © dpa/ZB/Patrick Pleul

Die beiden beschuldigten Brüder müssen für jeweils neun Jahre ins Gefängnis. Das Gericht ordnete für sie außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt für jeweils zwei Jahre an.

Ein weiterer Angeklagter wurde zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten und der Unterbringung in einer Entziehungsanstalt verurteilt. Ein vierter Beschuldigter erhielt drei Jahre Haft. Bei einer fünften Angeklagten wurde die Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht blieb damit unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die Gefängnisstrafen zwischen zweieinhalb und 11 Jahren gefordert hatte.

Die vier Männer und eine Frau hatten laut Anklage bandenmäßig mit Hunderten Kilo Marihuana gehandelt. In den Jahren 2018 und 2019 hatten die Beschuldigten Marihuana in einer Gesamtmenge von etwa 750 Kilo gekauft und verkauft. Insgesamt ging es nach Angaben des Landgerichts um eine Menge von etwa einer Tonne Rauschgift, vor allem Marihuana.

Der öffentliche Prozess fand wegen der Corona-Pandemie an ungewohnter Stelle statt. Wegen der Vielzahl an Verteidigern der fünf Angeklagten wurde die Verhandlung in die Cottbuser Messehalle verlegt, um die Abstandsregeln einhalten zu können. 

Die Halle wurde zum Verhandlungssaal umfunktioniert und bot ausreichend Platz, den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einzuhalten.

Titelfoto: dpa/ZB/Patrick Pleul

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