Geschützter Graupapagei landet beim Zoll

Dortmund - Ausgerechnet an einem Fenster des Zolls in Dortmund, der auch für Artenschutz zuständig ist, ist ein geschützter Graupapagei gelandet.

Der Graupapagei machte es sich auf der Schulter eines Zollbeamten gemütlich.
Der Graupapagei machte es sich auf der Schulter eines Zollbeamten gemütlich.  © Hauptzollamt Dortmund

Das Tier saß am Dienstagmorgen plötzlich auf einer Fensterbank im vierten Stock, wie das Hauptzollamt am Mittwoch mitteilte.

"Der Kollege dachte erst, es sei eine Taube", sagte eine Sprecherin. Der Vogel sei sehr zutraulich gewesen und habe sich widerstandslos ins Gebäude heben lassen.

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr, die den Papagei dem Tierschutz übergeben habe, habe es sich der Papagei im Büro auf der Schulter eines Zollbeamten gemütlich gemacht, teilte das Hauptzollamt mit.

Woher das Tier stammt, steht demnach noch nicht fest. Nach Angaben der Sprecherin war der Papagei beringt. Darüber könne nun eventuell der Halter ermittelt werden.

Graupapageien sind laut Hauptzollamt unter anderem gemäß der Europäischen Artenschutzverordnung sowie des Bundesnaturschutzgesetzes geschützt.

Die Feuerwehr übernahm den Papagei.
Die Feuerwehr übernahm den Papagei.  © Hauptzollamt Dortmund
Der Papagei wurde in eine Transportbox gesetzt und später dem Tierschutz übergeben.
Der Papagei wurde in eine Transportbox gesetzt und später dem Tierschutz übergeben.  © Hauptzollamt Dortmund

Profitgier und Raubbau an der Natur

Viele Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet oder sogar bereits vom Aussterben bedroht. Weltweit sterben täglich bis zu 150 Arten aus. Das macht unsere Welt ärmer an Genen, Farben, Formen und Geräuschen.

Der Raubbau an der Natur, aber auch Profitgier sind die Hauptgründe für das Artensterben. Leider hat sich der internationale Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen zu einem lukrativen Geschäft entwickelt. Mehr als 5600 Tier- und 30.000 Pflanzenarten weltweit und die daraus gewonnenen Erzeugnisse sind heute geschützt.

Der Zoll trägt mit seinen Kontrollen dazu bei, Verstöße gegen die Artenschutzbestimmungen aufzudecken und auf diese Weise die Vielfalt der Natur zu bewahren.

Titelfoto: Hauptzollamt Dortmund

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