Haftbefehl: Frau soll Familien-Angehörigen mit Messer getötet haben

Ebermannstadt - Nach der mutmaßlichen tödlichen Beziehungstat im oberfränkischen Ebermannstadt ist gegen eine 53-Jährige am Sonntag ein Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden.

Die Verdächtige konnte noch am Tatort festgenommen werden. (Symbolbild)
Die Verdächtige konnte noch am Tatort festgenommen werden. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Sie soll am Samstag einen 32 Jahre alten Familienangehörigen auf offener Straße mit einem Messer attackiert und tödlich verletzt haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Passanten und Autofahrer wurden auf die Auseinandersetzung am Samstagvormittag im Landkreis Forchheim aufmerksam und überwältigten die 53-Jährige. Wenig später trafen Polizeibeamte ein, die die Tatverdächtige festnahmen.

Ein Notarztteam leitete vergeblich Wiederbelebungsversuche ein - der 32-Jährige erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen.

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In welchem Familienverhältnis die beiden zueinander standen, wollten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag "aus ermittlungstaktischen Gründen" nicht bekannt geben. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft gingen von einer Beziehungstat aus, erläuterte ein Polizeisprecher.

Die Tatwaffe, ein Messer mit einer etwa 14 Zentimeter langen Klinge, stellten die Beamten bei der 53-Jährigen den Angaben zufolge sicher. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen sollen neben dem psychischen Zustand der Frau auch mögliche Mordmerkmale geprüft werden.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg ordnete eine Obduktion des Leichnams an, um weitere Erkenntnisse zum Tatablauf zu erhalten. Insbesondere die genauen Hintergründe für die Tat seien derzeit Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Polizeisprecher.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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