Schwarzfahrer gibt sich als DB-Vorstand aus und greift Polizist an

Halle (Saale) - In einem Intercityexpress hat am gestrigen Donnerstag ein Mann für Aufsehen gesorgt, der ohne Fahrkarte unterwegs war. Und seiner Meinung nach hatte er einen guten Grund dafür.

Im ICE griff ein Schwarzfahrer einen Polizisten an. (Symbolbild)
Im ICE griff ein Schwarzfahrer einen Polizisten an. (Symbolbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Gegen 6.40 Uhr am Donnerstagmorgen wurde die Bundespolizei in Halle von der Notfallleitstelle der Bahn darüber informiert, dass in einem Intercityexpress aus Berlin kommend ein Schwarzfahrer säße, der von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden sollte. 

Bei Ankunft des Zuges führte der Zugbegleiter die Bundespolizisten zu einem 49-jährigen Mann, der behauptete, dass er im Vorstand der Deutschen Bahn sei und einen Fahrschein deshalb nicht benötigte. Die Aussage erwies sich als nicht haltbar. 

Mehrmals wurde der Mann dann aufgefordert den Zug zu verlassen. Als man um die Identitätspapiere des Schwarzfahrers bat, schlug dieser unvermittelt mit der Faust gegen die Stirn eines Beamten. Glücklicherweise ist diesem nichts passiert und er war weiterhin dienstfähig. 

Der Mann wurde nun unter Zwang aus dem Zug geführt und in die Dienststelle der Bundespolizei am Hauptbahnhof Halle gebracht. 

Hierbei widersetzte der Deutsche sich vehement den Maßnahmen und musste gefesselt werden.

Er wird sich nun wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Hausfriedenbruchs und wegen des Erschleichens von Leistungen verantworten müssen.

Nach den polizeilichen Maßnahmen konnte der 49-Jährige seinen Weg fortsetzen.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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