1. Mai-Proteste: Polizisten angegriffen, Reeperbahn und Schanze geräumt

Hamburg – Nachdem es am 1. Mai in Hamburg tagsüber sehr ruhig war, hat die Polizei am Freitagabend auf der Hamburger Reeperbahn eine nicht genehmigte Versammlung aufgelöst. 

Einheiten der Polizei sichern die Reeperbahn während diverser Protestaktionen.
Einheiten der Polizei sichern die Reeperbahn während diverser Protestaktionen.  © Axel Heimken/dpa

Mehrere Hundert Menschen offenkundig aus dem linken Spektrum hatten sich zuvor auf der Amüsiermeile trotz eines coronabedingten Versammlungsverbots eingefunden und antifaschistische Slogans skandiert.

Die Polizei forderte die Teilnehmer auf, die Reeperbahn zu verlassen, und drohte andernfalls den Einsatz von Wasserwerfern "als erstes Mittel" an, um einen Mindestabstand zwischen Einsatzkräften und Versammlungsteilnehmern zu gewährleisten.

Die Menge kam der Aufforderung nur schleppend nach. Vereinzelt wurde Pyrotechnik gezündet. Die Polizei war mit massiven Kräften im Einsatz. Mindestens ein halbes Dutzend Wasserwerfer stand bereit.

Ursprünglich hatten Linksextremisten für Freitagabend zu einer "revolutionären 1. Mai-Demo" aufgerufen. 

Der Aufzug, der von der Reeperbahn ins Schanzenviertel führen sollte, war allerdings untersagt worden.

Einsatzkräfte mit Böllern beworfen

Mit Einsatz eines Wasserwerfers hat die Polizei am späten Freitagabend im Hamburger Schanzenviertel eine nicht genehmigte Versammlung linker Demonstranten aufgelöst. 

Zuvor seien die Beamten mit Gegenständen beworfen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Zudem hätten die Demonstranten Mülltonnen auf die Straße gezogen und Pyrotechnik gezündet. 

Polizisten rückten schließlich vor und räumten das Schulterblatt vor dem linksautonomen Zentrum Rote Flora. 

Bei der Räumung des Schulterblatts sei ein Demonstrant nach einem tätlichen Angriff auf einen Polizisten und eine weitere Person nach einem Flaschenwurf vorläufig festgenommen worden, sagte die Sprecherin. Insgesamt habe es neun Festnahmen gegeben.

In der Vergangenheit war es rund um den 1. Mai in Hamburg wiederholt zu schweren Ausschreitungen gekommen. In den vergangenen drei Jahren verliefen die "revolutionären" Maikundgebungen aber weitgehend friedlich.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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